Hochzeiten nehmen wieder Fahrt auf
Bildtext einblenden
Hochzeit - Ruperti-Blosn auf der Bühne im Saal Foto: Alois Pfeffer
Hochzeiten nehmen wieder Fahrt auf
Bildtext einblenden
Hochzeit - Foto mit dem Brautpaar Maria und Christian Zillner, dem Kranzlpaar und der Ruperti-Blosn Foto: Alois Pfeffer

Hochzeiten nehmen wieder Fahrt auf

Waging am See – Die vergangenen zwei Jahre waren aufgrund der Pandemie-Beschränkungen relativ ruhig was musikalische Auftritte betraf. Auch die Waginger Musikgruppe „Ruperti-Blosn“ war von der Zwangspause betroffen. Die heimischen Musiker Manuel Fischer, Thomas Pfeffer, Matthias Haslberger, Sepp Renoth und Klaus Hambauer hatten zwar in der etwas gelockerten Zeit zwischendurch einige Gastspieltermine bei Oktoberfesten und Firmenfeiern in Bayern und Österreich und sogar eine Aufzeichnung für eine Sendung des Bayerischen Fernsehens. Auftritte bei Hochzeiten waren allerdings sehr selten.


Seit Anfang Mai diesen Jahres hat die Hochzeitssaison wieder begonnen. Wie Thomas Pfeffer, welcher unter anderem für die Auftrittsanfragen bei der Ruperti-Blosn zuständig ist, berichtet, galt es, in der spielfreien Zeit vor allem zahlreiche immer wieder verschobenen Auftrittstermine zu koordinieren. Teilweise wurden in den vergangenen zwei Jahren bereits fest vereinbarte Hochzeitstermine bis zu fünf Mal wieder verschoben. Während mittlerweile schon die ersten musikalischen Anfragen für Festzeltauftritte und Gründungsjubiläuen von Vereinen für das Jahr 2023 und darüber hinaus fest vereinbart werden, gilt es heuer hauptsächlich die ganzen angesammelten Termine der vergangenen Jahre abzuarbeiten, wie Pfeffer mit einem Augenzwinkern bemerkt: „Besonders im Frühjahr ab Mai und im Herbst sind wir bei Hochzeiten im Umkreis musikalisch gefordert. Sehr erfreulich war, dass nur eine vereinbarte Hochzeit pandemiebedingt abgesagt werden musste. Alle anderen Termine finden jetzt zur Freude der Brautpaare nach und nach statt.

Zu beobachten ist, dass der Hochzeitstrend wieder sehr in die traditionelle Richtung geht, wie Sepp Renoth, welcher bei der Ruperti-Blosn als Baritonist für den Bass-Sound verantwortlich ist, zu berichten weiß. Standen eine Zeit reine Partyhochzeiten sehr im Mittelpunkt, sind es jetzt hauptsächlich wieder die traditionellen Abläufe, welche viele der Brautpaare wünschen. Das bedeutet, dass nach der kirchlichen Trauung die weltliche Feier „wie in der guten alten Zeit“ mit dem Empfang des Brautpaares und der Hochzeitsgäste beginnt. Diese müssen bei der Begrüßung vor der Gastwirtschaft „eingespielt“ werden. Hier sind sich alle Musiker der Ruperti-Blosn einig, dass das Weinstüberl besonders für die jüngeren und jung gebliebenen Hochzeitsgäste der Höhepunkt ist. Bei größeren Hochzeiten, bei denen oftmals Vereine wie Musikkapellen, Feuerwehren, Sport- und Trachtenvereine zahlreich mit ihren Mitgliedern im Publikum sind, ist dann auch die Zusammenarbeit mit einem Hochzeitslader oder Progoder sehr von Vorteil. Der Eröffnungswalzer, „Suppen salzen“, Schenken und Weisen, Ehrentänze und das „unvermeidliche“ Weinstüberl haben dann einen festen und durchorganisierten Ablauf.

So a saudummer Tag

Vor Corona gab es natürlich jedes Jahr den aktuellen Hit, welcher unbedingt im Programm sein musste, zu hören. Aktuell ist so ein Knüller noch nicht im Umlauf. Die Dauerbrenner, welche immer für Partystimmung sorgen, sind aber seit jeher die All-Time-Hits der vergangenen Jahrzehnte: „Wenn du als Musikgruppe „Twist and shout“ von den Beatles oder „Highway to hell“ von AC/DC spielst, dann hast du das Publikum fest in der Hand. Die älteren Hochzeitsgäste kennen die Songs aus ihrer Sturm-und-Drang-Zeit und für die Jugendlichen sind das die absoluten Stimmungshits. Nicht zu vergessen die zahlreichen gecoverten Lieder im bairischen Dialekt von Bands wie der Spider Murphy Gang und STS. Dass beim „Bobfahrerlied“ von Willy Michl einige Runden von Alt und Jung in der imaginären Bobbahn gefahren werden, ist ja sowieso Standard. Besonders schön ist es natürlich, wenn unsere Eigenkompositionen gewünscht werden, wie die Polkas „Zeitmaschin'“, „Lena“ oder „Sensationell“, welche die Gäste von unseren CDs oder von üblichen Downloadportalen kennen“. Denn nicht nur bei Trachtenhochzeiten sind Walzer- und Polkaklänge im Oberkrainer-Sound bei den Tänzerinnen und Tänzern gerne gehört. Lustigerweise ist ausgerechnet das Lied „So a saudummer Tag“ besonders bei Hochzeiten ein „Ankommer“, so die beiden Musiker der Ruperti-Blosn. Es ist schon immer ganz lustig anzusehen, wenn dann besonders die Brautpaare während eines Weinstüberls ausgerechnet bei diesem Lied lautstark mitsingen.

Thomas Pfeffer 

Mehr aus Waging am See