Große Rettungsübung am Waginger See

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Eine gemeinsame Rettungsübung mit den Wasserwachten Kühnhausen, Tengling, Tettenhausen, Waging, der Feuerwehr Waging und der Polizei Laufen organisierte der Waginger Ruderverein. (Foto: Waginger Ruderverein)

Waging am See – Eine groß angelegte Rettungsübung organisierte der Waginger Ruderverein mit den Wasserwachten Kühnhausen, Tengling, Tettenhausen, Waging, der Feuerwehr Waging und der Polizei Laufen. »Auf den Notfall vorbereitet sein, auch wenn er hoffentlich nie eintritt« – so stimmte der Sportvorstand des Rudervereins, Michael Rosemann, die 50 Teilnehmer auf die Übung ein.


Bereits vor drei Jahren hatte Michael Rosemann eine gemeinsame Rettungsübung der Rettungskräfte und des Rudervereins organisiert, aufgrund der positiven Resonanz wurde diese Aktion nun vor der anstehenden Wintersaison wiederholt. Wagings zweiter Bürgermeister Martin Dandl lobte die gute Zusammenarbeit von Rettungskräften und dankte dem Ruderverein für die Organisation der Veranstaltung.

Vormittags teilten sich für einen Theorieteil die Rettungsorganisationen und die Ruderer in verschiedene Gruppen auf und wurden an einzelnen Stationen geschult. Die Ruderer frischten bei Janis Perschl, zweiter Technischer Leiter der Wasserwacht Waging, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auf, konnten an einer Trainingspuppe Beatmungs- und Reanimationstechniken anwenden, sowie zusätzliche Hilfsmittel, wie einen Defibrillator testen. Die Funktion und Wirkung von Rettungswesten erläuterte Daniel Wagner, zweiter Vorstand der Wasserwacht Tengling, und Patrick Wolferstetter, Technischer Leiter, in einer weiteren Station, ebenso erhielten die Ruderer Informationen über den Weg der Alarmierung nach der Absetzung eines Notrufs. An der dritten Station erhielten die Ruderer einen Einblick in die umfangreiche Ausrüstung der Wasserwachtboote, vorgestellt von Christian Wimmer, technischer Leiter der Wasserwacht Kühnhausen.

Die Rettungskräfte lernten bei Michael Rosemann die Konstruktionsart der Ruderboote kennen, was für den Transport der Boote wichtig ist. Ebenso erhielten sie einen Einblick in die Fahrt- und Ruderordnung des Rudervereins und die mitgeführten Eigen-Rettungsmittel der Ruderer.

Anschließend übten Ruderer und Rettungskräfte gemeinsam verschiedene Szenarien in der Seeteufelbucht. Die Rettung von Personen aus Ruderbooten wurde mehrfach sowohl aus einem Rennvierer, einem Breitensportvierer, aus Renneinern und -zweiern geübt. Auch der Abtransport und das Abschleppen der schmalen und empfindlichen Rennboote sowie der über 70 Kilogramm schweren Breitensportboote wurden ausgiebig geübt.

Für die Jugendgruppe des Rudervereins war ein Höhepunkt das abschließende Übungsszenario: ein Gigvierer wurde mithilfe von Gießkannen mitsamt der Mannschaft »versenkt«. Die Mannschaft sollte per Leuchtfackel den Notruf absetzen, um so »gerettet« zu werden. Feuerwehr und Wasserwacht arbeiteten Hand in Hand: Die Wasserwachten bargen rasch die schwimmenden Kinder, die Feuerwehr Waging übernahm mit den Bootsführern Thomas Pfeffer und Max Huber das Abschleppen und das Auspumpen des vollgelaufenen Boots.

Die Verantwortlichen waren sich einig, dass dies eine erfolgreiche Veranstaltung war, die es zu wiederholen gilt.

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