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Gewerbesteuereinnahmen so hoch wie nie zuvor

Waging am See – »Das Jahresergebnis 2021 für den Markt Waging am See ist durchaus sehr erfreulich.« So lautete das Fazit von Kämmerer Bernhard Kraus bei der Vorstellung der Jahresrechnung und des Rechenschaftsberichts 2021 im Gemeinderat. Die hohen Überschüsse sowohl im Verwaltungs-, als auch im Vermögenshaushalt haben seinen Angaben zufolge zu einer kräftigen Aufstockung der Rücklage um über drei Millionen Euro geführt. Mit weit über fünf Millionen Euro waren die Gewerbesteuereinnahmen 2021 laut Kraus so hoch wie noch nie in Waging.


»Wir haben hier den Idealfall einer Haushaltsabwicklung«, so Kraus. Kreditaufnahmen zur Finanzierung von Investitionsausgaben seien aufgrund der guten finanziellen Situation nicht nötig gewesen.

2021 betrug das Rechnungsergebnis des Verwaltungshaushalts rund 17,6 Millionen Euro und lag damit um rund 1,4 Millionen Euro über den Ansatzerwartungen. Bei den Steuereinnahmen waren Mehreinnahmen von rund 1,15 Millionen Euro zu verzeichnen. Das Gesamtsteueraufkommen lag schließlich bei rund 13,3 Millionen Euro. Besonders hervorzuheben ist das Gewerbesteueraufkommen, das mit rund 5,8 Millionen Euro ein Rekordergebnis erzielte. Die Steuermehreinnahmen waren der Hauptgrund für den Einnahmeüberschuss im Verwaltungshaushalt, der mit rund 5,3 Millionen deutlich über den Planungen für 2021 lag. Dort war mit einem Überschuss von rund 3,5 Millionen Euro gerechnet worden. Das Planvolumen des Vermögenshaushalts betrug 2021 rund 4,4 Millionen Euro, das Ergebnis lag mit rund 6,9 Millionen Euro weit darüber. Durch die hohe Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt wurde auch im Vermögenshaushalt ein hohes Einnahmeplus in Höhe von rund 3,1 Millionen Euro erwirtschaftet.

Der Einnahmeüberschuss wurde der Rücklage zugeführt. Damit betrug der Rücklagensollstand zum Ende des Haushaltsjahres 2021 rund 6,6 Millionen Euro. Nachdem im Jahr 2021 keine neuen Kreditaufnahmen notwendig waren und von dem bestehenden Kredit von einer Million Euro rund 27.000 Euro zurückgezahlt werden konnten, betrug der Schuldenstand der Gemeinde zum Ende des Haushaltsjahres 2021 rund 972.000 Euro.

Der Rechenschaftsbericht muss von den Mitgliedern des Rechnungsprüfungsausschusses noch geprüft werden. Danach können abschließend die Feststellung der Jahresrechnung und die Entlastung zur Jahresrechnung für 2021 erfolgen.

Der Kämmerer informierte den Rat auch über die Erschließungsarbeiten im Gemeindebereich seit 1997. Die überörtliche Rechnungsprüfung hatte wissen wollen, ob die in den letzten 25 Jahren erfolgten Erschließungsanlagen endgültig technisch hergestellt wurden und eine tatsächliche Abrechnung erfolgt ist. Darüber sollte auch der Gemeinderat informiert werden. Nach 25 Jahren verjährt sich nämlich die Abrechnungsfrist. Die Finanzverwaltung prüfte den Sachverhalt und kam zu dem Schluss, dass außer der Erschließungsstraße am Kirchplatz in Tettenhausen und den laufenden Erschließungen in Tettenhausen und Am Anger sämtliche Anlagen endgültig hergestellt und die Kosten abgerechnet worden seien.

kon

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