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Das gibt es selten: fünf Generationen auf einem Bild. Unser Bild zeigt (vorne von links) Vater Stefan Wildenhof, Ururoma Elisabeth Wildenhof mit Josefa, Mama Daniela Wildenhof, (hinten von links) Opa Thomas Wildenhof, Oma Elisabeth Wildenhof und Uropa Bernhard Waldherr.

Fünf Generationen auf einem Bild verewigt

Waging am See – Es ist eine außergewöhnliche Geschichte, die die kleine Josefa Elisabeth Wildenhof ihren Kindern später mal erzählen wird. Denn als einer von sicher sehr wenigen Menschen kann sie ihnen dereinst ein Foto präsentieren, auf dem nicht nur sie und ihre Eltern, die Oma und der Uropa abgebildet sind, sondern auch noch die Ururoma.


Als Elisabeth Mayr vor vielen, vielen Jahren heiratete, hätte sie es sicher nicht gedacht, dass sie mal ihre Ururenkelin im Arm halten würde. Mit 23 Jahren wurde sie erstmals Mutter einer Tochter, die wie sie Elisabeth hieß. Diese wiederum bekam mit 21 Jahren ihre Tochter Elisabeth. Und deren jüngerer Sohn Stefan wurde jetzt mit 31 Jahren Vater der kleinen Josefa Elisabeth.

Während die Ururoma mit 98 Jahren im Januar ins Waginger Seniorenheim zog, lebt Josefas Uropa Bernhard Waldherr noch am Hof der Familie in Egg. Er wird Ende Oktober 80 Jahre alt. »D' Leid schaun immer, wenn i sag, der is net dahoam, der bsuacht sei Schwiegermuatta«, sagt seine Lebensgefährtin Rosmarie und lacht.

In Waging gibt es ja mehrere Waldherrs, aber mit denen ist er nicht verwandt, wie er erklärt. »Meine Familie kam 1493 aus Tirol nach Waging«, erklärt er. Der begeisterte Trompeter gehört seit 60 Jahren der Waginger Musikkapelle an. Wie seine verstorbene Frau, so hat auch er zwei Geschwister.

So wie er, so lebt auch seine Tochter Elisabeth Wil-denhof in Egg. Sie hat noch eine jüngere Schwester und einen 16 Jahre jüngeren Bruder, der am Hof des Vaters lebt. Wie früher in Bauernfamilien üblich, erhielt sie einen Bauplatz, wo sie mit ihrem Mann Thomas ihrerseits eine Familie gründete. Auch sie war eine junge Mama – mit 21 Jahren bekam sie Sohn Thomas, ein Jahr später wurde Stefan geboren. Und während Thomas ans Elternhaus dran baute, lebt Stefan mit seiner kleinen Familie in Traunstein.

»Mei, die Kloa is so liab«, sagt Oma Elisabeth Wildenhof strahlend. »Einfach nur zum Knuddeln.« Sie sei »total glücklich«, und sie besucht Josefa, wenn es gerade auch für die Schwiegertochter Daniela Wildenhof gut passt. Schließlich arbeitet sie in Traunstein und kann auch kurzfristig schnell mal vorbeischauen. Aber auch zu ihrer eigenen Oma hält Elisabeth Wildenhof liebevollen Kontakt.

Bis zum Umzug ins Seniorenheim habe diese noch lange recht selbstständig gelebt. »Wir haben eine ganz enge Beziehung. Die Oma war immer für uns da«, sagt Elisabeth Wildenhof. Die Oma könnte Ende Januar 2024 ihren 100. Geburtstag feiern. »Und wenn s' so weider duat, schaff ma des a no.«

coho

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