Florianitag der Waginger Feuerwehren

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Andreas Ostermann, der 1. Vorsitzende der FF Waging am See an der St.-Florians-Statue vor dem Waginger Feuerwehrhaus. Foto: Thomas Pfeffer, FF Waging am See

Waging am See – Neben den Kirchen feiern am Florianstag, dem 4. Mai, viele Feuerwehren in Deutschland und Österreich ihren Schutzpatron. Die fünf gemeindlichen Feuerwehren Gaden, Nirnharting, Otting, Tettenhausen und Waging am See hätten diesen Tag feierlich mit einem Gedenkgottesdienst in der Waginger Pfarrkirche St. Martin begangen. Auch ein von der Musikkapelle Waging am See angeführter Kirchen- und Festzug wäre vorgesehen gewesen. Jedoch mussten aufgrund der Ausgangsbeschränkung die gemeinsame Veranstaltung der örtlichen Feuerwehren – wie so viele Veranstaltungen – auch im Jahr 2021 wieder abgesagt werden.


Der heilige Florian ist unter anderem der Schutzpatron der Schmiede, Bäcker und Rauchfangkehrer. Seine „prominenteste“ Aufgabe hat er jedoch als Schutzpatron der Feuerwehren. Als einer der populärsten katholischen Heiligen wird er daher auch gerne angerufen, um eine Brandgefahr abzuwenden.

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Er lebte um das Jahr 304 in Lauriacum, dem heutigen oberösterreichischen Lorch in Enns. Dort war er Offizier der römischen Armee und vermutlich Oberbefehlshaber einer Einheit zur Brandbekämpfung. Da er sich weigerte, dem christlichen Glauben abzuschwören, wurde er zum Tode verurteilt. Was der heilige Rupert für Salzburg als Landespatron ist, ist dies Florian in Oberösterreich. Obwohl die Verehrung des heiligen Florians schon bis in die Gründerzeiten der Feuerwehren zurückgeht, wird der Florianitag in größerem Umfang er seit dem Zweiten Weltkrieg gefeiert.

Doch nicht nur auf Feuerwehrfahnen und Standarten ist der Schutzpatron der Feuerwehren immer noch präsent. Im alltäglichen Einsatzgeschehen ist „Florian“ als Funkrufname immer mit dabei. Zur Unterscheidung der verschiedenen Einsatzfahrzeuge, ihrer Aufgaben und mitgeführten Ausrüstung wird der Funkrufname mit einer Zahlenkombination verwendet. Mit den Bezeichnungen „Florian Waging 21/1“ wird zum Beispiel das Tanklöschfahrzeug mit 2 500 Liter Löschwassertank und mit „Florian Waging 30/1“ die Drehleiter mit einer Rettungshöhe von 32 Meter bezeichnet. Die „weibliche Bezeichnung“ Florentine findet übrigens auch im Feuerwehrfunk Verwendung.

Volkstümliche Verbreitung fand ein vermeintlich frommer Spruch, der vermutlich von einer ironisch gemeinten Votivtafel stammt und das Prinzip prägnant erläutert: „Heilger Sankt Florian, veschon' mein Haus, zünd' andere an“. Um eine derartige Vorgehensweise muss sich natürlich keiner Sorgen machen. Das „weltliche Personal“ des heiligen Florian, also die Feuerwehren, steht natürlich tagtäglich für die Brandbekämpfung und allen weiteren Hilfeleistungen ständig in Bereitschaft.

Nach dem damaligen Umzug vom Feuerwehrgerätehaus in der Weixlerstraße an das zeitgemäße Feuerwehrhaus am Fichtenweg im Jahre 1989 erhielt auch der Heilige Florian einen Ehrenplatz. Seit dem 25. September 1989 „wacht“ der Schutzpatron der Feuerwehren an der Alarmausfahrt der Einsatzfahrzeuge.

fb/red

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