Endspurt beim Zeltl'n mit »DeSchoWieda«

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»DeSchoWieda« lösen mit ihren Auftritten vor allem bei jüngere Publikum Begeisterungsstürme aus. Unser Bild zeigt (von links) Sebastian Kronseder, Tobias Loechle, Maxi Kronseder und Florian Gröninger, hinten am Schlagzeug Felix Ranft. (Foto: Sojer)

Waging am See – Vor vier Jahren traten sie schon einmal beim Zeltl'n-Festival auf und begeisterten damals mit traditioneller Volksmusik, vereint mit modernem Popsound, vor allem die jüngere Generation. Jetzt kamen »DeSchoWieda« am letzten Zelt'n-Tag »scho wieda«. Das war zugleich die letzte Vorstellung der »Tour de Franz«. Im nächsten Jahr touren die Burschen mit großer Wahrscheinlichkeit unter dem neuen Motto »Bleib g'schmeidig«.


Die Band versteht es, ihr Publikum mit ihrem einzigar-tigen Mix aus Volksmusik, Pop, Rock, Brass und Reggae sofort für sich zu gewinnen. In den ersten Sekunden war es bei den flotten Tönen noch möglich, sitzen zu bleiben, in die Hände zu klatschen und die Schultern leicht zu zucken – aber dann gab es kein Halten mehr: Man musste aufstehen, mittanzen und mitsingen, wenigstens im Stand.

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Von »Scheiß da nix«, »Is doch Wurscht«, »Easy Rider«, »Servus Habedehre« oder »Da Grantler« um nur einige zu nennen, aber auch Welthits wie »I’m too sexy« von Right Said Fred, »Wannabe« von den Spice Girls »Gehma moi a Häusl weida«, oder von den Backstreet Boys »Everybody«, eine Hymne für den ewigen Stenz, den Monaco-Franze, »Austreten«, der Soundtrack zum gleichnamigen Kinofilm, bis hin zu »Shake it off« von Taylor Swift mit »Lach amoi, du lach a moi« brachten sie die Menge zum Toben.

Mit einem atemberaubenden Tempo greifen die Musiker abwechselnd nach ihren Instrumenten wie Gitarre, Kontrabass, Ukulele, Flügelhorn, Tuba, Steirische, Mundharmonika oder Geige. Aber beim Kochlöffel-Solo mit Schlagzeuger Felix Ranft wurde es einem endgültig schwindelig. »DeSchoWieda« lösten mit ihren schnellen Rhythmen beim Publikum einen wahren Begeisterungssturm aus, und das mit einer Leichtigkeit, als hätten die Musiker aus Erding noch nie etwas anderes gemacht. Ein paar neue Lieder für ihr nächstes Album sind schon geplant, darunter der Song »Voi korrekt«, den die Band dem Publikum schon mal vorspielte. »Soi ma des Liadl mit aufe doa?«, fragte Maxi Kronseder. Jubelnder Applaus beantwortete seine Frage.

Die Band gründeten Maxi Kronseder, Tobias Loechle und Johannes Loechle im März 2013. »Wir haben uns spontan getroffen und haben einfach a bissal Musi gespielt«, erzählt Kronseder. Im April 2014 kam ihr erstes Album »Heid moi ned an moing denga« heraus. In ihrem Clip »Nimma« sitzen sie zu dritt im Auto und spielen eine Coverversion von »Timber« von Pitbull. Innerhalb weniger Tage wurde ihr Video im Internet von über zwei Millionen Zuschauern geklickt.

Im April 2015 nahmen die drei Musiker Felix Ranft als Schlagzeuger in die Band mit auf und 2016 wurde das zweite Album »Genau mei Weda« veröffentlicht. So richtig bekannt wurden »DeSchoWieda« 2017 mit »Wos passiert do«, der bayerischen Antwort mit Monika Gruber im Cabrio auf »Despacito« von Luis Fonsi und Daddy Yankee. 2018 folgte das dritte Album: »So und ned anders«.

Das Zeltl'n heuer ohne Zelt – Veranstalter Günter Wimmer war rundum zufrieden. »Wir wollten unbedingt die Veranstaltung durchziehen und die Halle war perfekt. Für die Gäste war es halt schon ungewohnt, aber genossen hat es trotzdem jeder.« Zehn Tage lang war die Sportarena vom TSV Waging zur Kulturbühne umgemodelt worden. soj

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