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Die beiden Seelsorgerinnen Hannah von Schroeders und Waltraud Jetz-Deser (von links) bedankten sich mit Dankeskarten und Bändern bei Mitarbeiterinnen des Seniorenheims für ihre Arbeit. (Foto: Caruso)

Einsatz von Mitarbeitern in der Pflege gewürdigt

Waging am See – Mit einem ökumenischen und besonderen Gottesdienst in der Kapelle des Waginger Seniorenheims St. Martin erinnerten die Kirchen beider Konfessionen zum Internationalen Tag der Pflege an den großartigen Einsatz, den die Mitarbeiter in der Pflege erbringen und dankten ihnen für ihren wertvollen Dienst am Nächsten. Den Gottesdienst leiteten die evangelische Pfarrerin Hannah von Schroeders und die für das katholische Seniorenpastoral im Landkreis Traunstein zuständige Gemeindereferentin Waltraud Jetz-Deser.


In ihrer Predigt über den Propheten Ezechiel verglich Hannah von Schroeders Pflegende mit den von ihm beschriebenen Bild vom guten Hirten, das Geborgenheit und Sicherheit gibt und die liebende Fürsorge anklingen lässt. Der gute Hirte sei kein Bild, kein Symbol eines unberechenbaren Herrschers, der sich mit aller Macht über oder gar gegen seine eigene Herde stelle. Es sei vielmehr ein Bild vom Dienst an den Grundbedürfnissen der Herde, ein Bild der Fürsorge. Dem entspreche auch die innige Gemeinschaft, von der Jesus spricht: Ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich. Von Schroeders betonte: »Es gibt sie, liebe Gemeinde, die guten Hirten. Die sich an Gottes Weisung orientieren, die das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten. Auch hier in St. Martin gibt es die guten Hirtinnen und Hirten.«

Waltraud Jetz-Deser fasste die Worte der Predigt nochmals zusammen: »Wenn wir spüren, dass wir einen Menschen haben, der uns mag, der uns mal drückt und sich um uns sorgt, ist das überaus wertvoll, dann ist es, als öffne sich der Himmel über uns.« Unterstrichen wurde das Gesagte von dem gemeinsam angestimmten Lied »Der Himmel geht über allen auf…« Begleitet wurde es von den Klängen der Bläsergruppe, die der gesamten Messfeier den würdevoll musikalischen Rahmen verliehen. Zum Ensemble gehörten Jutta Gerl, Gerti Waldherr, Christine Baldauf und Christl Englmaier.

In den Fürbitten, von Waltraud Jetz-Deser und Hannah von Schroeders, die Pastoralreferent i. R. Georg Ziegltrum, vorgetragen wurden, wurde Gott als guter Hirte unter anderem gebeten, jenen zu helfen, die andere pflegen und ihnen gute Hirten seien.

In den letzten zwei Jahren während der Corona-Pandemie wurde wiederholt deutlich, wie herausfordernd und kräftezehrend der Pflegeberuf ist. Daher bietet der Internationale Tag der Pflege auch die Möglichkeit, die Bedeutsamkeit des Pflegeberufs in den Fokus zu stellen sowie auf Missstände aufmerksam zu machen und Verbesserungen einzufordern. Der Alltag der Altenpfleger bedeutet enorme Verantwortung und hohe Belastung durch Schichtdienste bei eher weniger fürstlicher Entlohnung – obwohl die Corona-Pandemie offenbart hat, wie wichtig menschenwürdige und professionelle Pflege ist.

ca

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