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Gut besucht war der Peter- und Paul-Markt in Waging. (Foto: Caruso)

Eine rundum gelungene Veranstaltung: Peter- und Paul-Markt in Waging am See

Waging am See – Hunderte Besucher haben den zweiten Marktsonntag des Vereins »Waging bewegt« trotz hochsommerlicher Hitze mit rund 30 Grad noch vor der Mittagsstunde zu einer rundum gelungenen Veranstaltung gemacht. Zahlreiche Stände, fast doppelt so viele wie im Corona-Vorjahr, lockten die Kundschaft.


Schon um halb 7 Uhr morgens hatte Lydia Wembacher, die sich zusammen mit Karin Wiedemann im Auftrag von »Waging bewegt« um die Organisation der Märkte kümmert, ihren Dienst angetreten und für einen ordnungsgemäßen Ablauf und Aufbau der Marktstände gesorgt. Als gegen 10 Uhr die ersten Buden und Verkaufswägen öffneten und sich der Andrang von Besuchern fast im Minutentakt steigerte, hatten Lydia Wembacher und Karin Wiedemann den größten Stress schon hinter sich. »Das läuft mittlerweile alles hervorragend und wie von selbst, Beanstandungen sind eher selten.«

Verbündet mit dem Sonnenschein bot dieser Peter- und Paul-Markt erneut die Gelegenheit, nach Herzenslust zu flanieren, einzukaufen, nach Schnäppchen zu stöbern, herrlich duftende Köstlichkeiten zu genießen oder im Straßencafé sitzend die einladende Szene zu beobachten. An der Tourist-Info freuten sich die Mitglieder des Vereins für Heimatpflege und Kultur über die Leseratten, die Interesse an den vielen gebrauchten Büchern hatten, die sie für einen guten Zweck abgaben.

Unter den Fieranten waren viele, die schon seit mehreren Jahren bei den Waginger Marktsonntagen vertreten sind und den Stammkunden daher bekannt waren. Passend zur Jahreszeit boten sie eine farbenfrohe Produktpalette. Da gab es bunte Sommerkleider, zeitlose Trachten, Hosen, Röcke oder T-Shirts, Gürtel und Sonnenhüte für jede Kopfgröße. Wieder in Waging war Janosch Borsos aus Ungarn, der neben handgemachten Körben und Besen auch Felle von Lamm, Ziege und Hirsch feilbot. Unmittelbar daneben stieß man auf den Verkaufstisch von Lothar Ehrl, eines bekannten Markthändlers aus Niederbayern. Er hielt appetitliche Honigwaben, Honig und Honigprodukte bereit. Die ergänzte er durch erntefrisches Gemüse. »Damit es nicht welkt und unansehnlich wird, haben wir wegen der Hitze für heute etwas weniger geschnitten«, sagte Ehrl und wischt sich den Schweiß von der Stirn.

Der Erlös wird gespendet

Zu bestaunen waren auch wieder die handgefertigten Sachen von Traudl Metzger, Herta Lirk und Hannelore Groschack. Die drei Waginger Damen sind Freundinnen und stricken und nähen Babydecken, Babykissen, Jäckchen, Söckchen und Decken, die sie regelmäßig an den Markttagen verkaufen. Der Erlös wird stets für einen sozialen Zweck gespendet. Um das Sammeln von Spenden ging es auch am Tisch mit den »Orgelweinen«. Das heißt, dass dort zum einen edle Tropfen aus Reben zugunsten einer neuen Orgel in der Pfarrkirche St. Martin zum Kauf angeboten wurden und zum anderen hübsche selbstgenähte Dinge Abnehmer suchten. Dazu zählten die duftenden »Hühnerküken«, die Frische in den Kleiderschrank bringen. Genäht wurden sie von Resi Böhm und Linda Babl, die beide ebenso am Stand vertreten waren, wie der Organist der Pfarrkirche, Michael Müller.

Sie hatten ein luftiges Plätzchen an der Seestraße gefunden, wo auch die bayerisch- böhmische Musik von Fabian Brunner, Seppi Maurer und Lorenz Maurer, besser bekannt als die »Kleeblattl-Musi« den ganzen Tag über aufspielte. Die Musiker waren also nur »dreiblättrig«, weil das vierte und glücksbringende Kleeblatt wegen einer Erkrankung daheimbleiben musste. Das fiel aber kaum auf, die Passanten lauschten und klatschten nämlich, als wären sie zu viert, während sie einen Krapfen, eine Rohrnudel oder einen der süß gefüllten Crêpes vom Café Oswald verspeisten. Andere genossen derweil die mediterranen Köstlichkeiten des Stands nebenan, ohne den ein Markttag eh kaum vorstellbar ist.

Ergänzt wurde das Marktgeschehen von einem Kinderkarussell, an dem sich die Kleinsten vergnügten. Die etwas Größeren versuchten derweil ihr Glück am Glückshafen des Bayerischen Roten Kreuzes, an dem es jede Menge Spielzeug zu gewinnen gab. Zudem war einiges am großen Spielzeugstand los. Große Zufriedenheit über den Geschäftsverlauf herrschte im Spielwarengeschäft Ostermann. Hier hatten die Verkäuferinnen alle Hände voll zu tun mit dem Ausfüllen von Geschenkgutscheinen oder mit dem Verkauf von Helium-Luftballons.

Ebenso glücklich zeigte sich Karin Wiedemann schon eine Stunde nachdem sie ihr Haushaltswarengeschäft aufgesperrt hatte. »Die farbigen und trendigen Melamin-Becher und dieTo-Go-Tassen sind heute wirklich ein Renner.« Der Markttag sei sehr angenehm für alle verlaufen: Es gab glückliche Kunden und zufriedene Händler und Gastwirte.

ca

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