weather-image

Ehemaliges Hotel »Wölkhammer« in Waging soll umgebaut werden

5.0
5.0
Waging: Ehemaliges Hotel Wölkhammer soll umgebaut werden
Bildtext einblenden
Das ehemalige Hotel Wölkhammer in Waging soll für betreutes Wohnen umgebaut werden. (Foto: Konnert)

Waging am See – Betreutes Wohnen im ehemaligen Hotel »Wölkhammer« könnte schon bald Wirklichkeit werden. Die Pläne der MS Immobilien GmbH zu einem solchen Umbau verbunden mit einer Grundsanierung sind im Bauausschuss des Waginger Gemeinderats größtenteils auf Zustimmung gestoßen.


Lediglich das Thema Stellplätze wurde kontrovers diskutiert und ist noch nicht abschließend gelöst. Denn aufgrund der Größe des Gebäudes ist auf dem Grundstück die Möglichkeit für Stellplätze begrenzt.

Anzeige

Die Planung sieht 46 Wohneinheiten mit einer Größe von 30 bis maximal 60 Quadratmetern vor. 35 Wohnungen sollen kleiner als 50 Quadratmeter sein. Die Wohnungen sollen auf das Erdgeschoß, zwei Obergeschoße und das Dachgeschoß verteilt werden.

Da die Wohnungen komplett barrierefrei gestaltet sein sollen, ist die Errichtung eines neuen Treppenhauses mit Aufzug notwendig. Im Erdgeschoß sollen Gemeinschaftsräume, ein Tagescafé, eine Teeküche und Büros für die Hausverwaltung und den Versorgungsträger eingerichtet werden. Bei den Erdgeschoßwohnungen sind Terrassen eingeplant, in den Obergeschoßen Balkone, während bei den Dachgeschoßwohnungen kleine Loggien ausgebildet werden sollen.

Um diese Loggien optimal gestalten zu können, möchte die MS Immobilien GmbH von den im Bebauungsplan festgelegten Dreiecksgauben abweichen und mit Schleppgauben arbeiten. Die Dachloggien könnten dann mit einer leichten Glasüberdachung ausgeführt werden. So erhielten auch die Dachwohnungen, wie alle übrigen Wohnungen im Haus, einen kleinen, aber gut nutzbaren Außenbereich.

Die Dachkonstruktion selbst soll bestehen bleiben. Sie wird durch die notwendige Dachdämmung in Verbindung mit einer neuen Dacheindeckung nur um etwa 20 Zentimeter erhöht. Der Bauausschuss hat dem zugestimmt und einstimmig die Befreiung von der Festsetzung »Dreiecksgauben« gewährt. Auch die geringfügige Überschreitung der Baugrenzen durch den Bau des neuen Treppenhauses mit Aufzug im östlichen Gebäudebereich und die Umgestaltung eines Runderkers in eine besser nutzbare, eckige Form im westlichen Bereich sind für den Bauausschuss vertretbar. Die Zustimmung zur Befreiung von den festgelegten Baugrenzen erfolgte einstimmig.

Für die Stellplätze beantragt der Planer einen Stellplatzschlüssel von 0,5, wie in der Stellplatzsatzung der Marktgemeinde Waging für Gebäude mit Altenwohnungen aufgeführt ist. Die würde bei 46 Wohneinheiten 23 Stellplätze bedeuten. Zwei weitere Stellplätze sollen für Elektroautos vorgesehen werden, die die Hausgemeinschaft in einem Carsharing-Modell nutzen kann. Dazu kommen noch drei Besucherstellplätze.

Dieser Teil des Antrags führte zu kontroversen Diskussion zwischen den Ausschussmitgliedern, auch weil der Begriff »Altenwohnungen« nicht klar definiert ist. Bei normalen Wohngebäuden muss nämlich jeweils ein Stellplatz pro Wohneinheit nachgewiesen werden. Außerdem stand die Befürchtung im Raum, dass später der verminderte Stellplatzschlüssel nicht mehr erhöht werden könnte, wenn zum Beispiel die Zielsetzung »betreutes Wohnen« kippen würde.

Letztendlich einigten sich die Ausschussmitglieder mit einer Gegenstimme auf eine Kompromisslösung. Dem verminderten Stellplatzschlüssel kann demnach nur zugestimmt werden, wenn der Antragsteller rechtlich gesichert nachweisen kann, dass die Wohnungen dauerhaft für ältere Personen bestimmt sind. Sollte der Antragsteller dieser Forderung nicht nachkommen können, findet der normale Stellplatzschlüssel für Mehrfamilienhäuser Anwendung. kon