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Die Waginger Seestraße wird ausgebaut

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Die Seestraße soll auf einer Länge von rund einem Kilometer ausgebaut werden. (Foto: Bauamt Waging)

Waging am See – Die Seestraße (Alte Staatsstraße) soll ab der Abzweigung Hausleitner Straße bis zur Staatsstraße 2105 auf einer Länge von insgesamt einem Kilometer im Straßenleichtausbau saniert werden.


Die im Mittel 4,5 Meter breite Straße ist teilweise in Privatbesitz. Ab der Abzweigung Hausleitner Straße ist sie für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben. Dies soll auch nach den Sanierungsmaßnahmen so bleiben. Da der Straßenbelag teerhaltig ist, soll bei dem Ausbau soweit möglich ein Abtragen des Belags vermieden werden.

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Bautechniker Tobias Mayer vom Bauamt der Gemeinde stellte drei Varianten vor, die für den Ausbau in Frage kämen. Bei der billigsten Variante, mit errechneten Kosten von 170 000 Euro, würde auf den bestehenden Oberbau ein Asphaltbau aufgetragen werden. Am Straßengraben müssten aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht entlang von etwa 2,70 Metern Straßenleitplanken angebracht werden. Dadurch würde die Straße um gut 15 Zentimeter schmäler.

Bei der zweiten Variante würde man ebenfalls auf den bestehenden Oberbau einen Asphaltbau auftragen, den Straßengraben aber auf einer Länge von 2,70 Metern verrohren. Dadurch würden aufwändige, jährliche Grabenräumarbeiten sowie zweimal jährlich anfallende Mulcharbeiten entfallen. Auf einer Länge von 2,70 Metern könnte die Straße auf fünf Meter verbreitert werden. Mit 185 000 Euro wäre diese Variante etwas teurer als die vorherige.

Bei ähnlichem Straßenaufbau und Verrohrung des Grabens würde bei einer dritten Variante auf 270 Metern das Bankett soweit wie möglich mit Rasennoppensteinen ausgelegt werden. Die Straße hätte so neben den 4,5 Metern Asphaltbelag noch 80 Zentimeter (40 Zentimeter pro Seite) befestigtes Bankett, die gute Ausweichmöglichkeiten bieten würden. Auch eine entsprechende Bankettsanierung würde künftig entfallen. Die Kosten für diese, als optimal bezeichnete Variante, wurden mit 235 000 Euro veranschlagt.

Gemeinderat Andreas Barmbichler (CSU) wollte wissen, ob die Arbeiten mit dem Straßenbauamt abgesprochen seien und in dessen Verkehrkonzept passen würden. Es müsse vermieden werden, dass eine Straße teuer saniert wird, die in einigen Jahren eventuell stillgelegt wird. Deshalb wünsche er eine Stellungnahme des Straßenbauamts dazu. Auch müsse man sich den Knotenpunkt bei der Einfahrt aus der Hausleitner Straße nochmals ansehen, der gefahrenträchtig sei.

Christine Rehrl (ÖDP) wollte wissen, ob die jetzige Geschwindigkeits- und Tonnagebegrenzung erhalten bliebe. Er wisse nichts Gegenteiliges, so Mayer. Georg Huber (ÖDP/PFW) findet die Lösung mit der Verrohrung aus ökologischen Gründen nicht optimal. Letztendlich beschloss der Gemeinderat mit zwei Gegenstimmen die Sanierung nach Variante drei mit Verrohrung und befestigten Banketten. Zudem solle die Einfahrtssituation aus der Hausleitner Straße mit dem Straßenbauamt besprochen und Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden.

Im Weiteren werden jetzt die Absprachen mit den Anliegern erfolgen. Bautechniker Tobias Mayer wies in seiner Vorstellung ausdrücklich darauf hin, dass die Gespräche mit den Grundstückseigentümern noch geführt werden. Nach Ausschreibung wird eine Vergabe der Arbeiten durch den Gemeinderat im August angestrebt, damit der Ausbau im September/Oktober durchgeführt werden kann. Als Mittel für den laufenden Unterhalt von Gemeindestraßen sind im Haushalt der Gemeinde für 2018 rund 200 000 Euro eingestellt.

Geschäftsleiter Franz Röckenwagner gab in der Sitzung außerdem bekannt, dass der Planungsauftrag für den Neubau des Bauhofs der Marktgemeinde an das bautechnische Büro Kleißl in Waging am See vergeben wurde. kon