Bildtext einblenden
Neuwahlen bei der Waginger Musikkapelle: (von links) Dirigent Makis Gypas mit dem neuen Vorsitzenden Christoph Hötzendorfer, der scheidenden Vorsitzenden Claudia Huber und dem zweiten Musikleiter Helmut Huber. (Foto: Pfeffer)

Christoph Hötzendorfer ist neuer Chef der Musikkapelle

Waging am See – Ganz im Zeichen von Neuwahlen stand die Jahreshauptversammlung der Musikkapelle Waging am See, welche im Strandkurhaus abgehalten wurde. Neuer Vorstand ist Christoph Hötzendorfer. Da auch die bisherige stellvertretende Vorsitzende Katharina Murr ihr Amt zur Verfügung stellte, wurde dieses von Lena Mühlbacher übernommen.


Die bisherige Vorsitzende Claudia Huber berichtete über die doch etwas eingeschränkten Aktivitäten des vergangenen Jahres. Hygienebedingt hätten einige Vorstandschaftssitzungen online stattgefunden, wie Huber berichtete. »In den Sommermonaten konnten unter Auflagen wieder Musikproben stattfinden.«

Nachdem Kassenwartin Veronika Huber die Ein- und Ausgaben des Vereins gegenüberstellte, berichtete Musikleiter Makis Gypas über die Auftritte. Im Berichtsjahr kam es coronabedingt nur zu insgesamt acht Gastspielen. Aufgespielt wurde bei den Filmtagen im Kurpark, bei der »Freien Bühne« beim Baiuvarenmuseum, einem Heimatabend in Tettenhausen und einigen kirchlichen Anlässen. Bei der Öffentlichkeit besonders gut angekommen sei das kleine Weihnachtskonzert, welches ohne Ankündigung überraschend am Waginger Marktplatz stattfand.

Geplant sei die Gründung einer neuen Jugendkapelle, wie Jugendwart Helmut Huber bekannt gab. Als ersten Schritt werde man sich dabei wieder beim Ferienprogramm der Marktgemeinde Waging beteiligen, um interessierte »Neumusikanten« zu gewinnen.

»Einzigartig, was man als Musiker erlebt«

Wer bei der Musikkapelle sei, der erlebe so einiges, sagte Bürgermeister Matthias Baderhuber schmunzelnd. Damit spielte er darauf an, wie im vergangenen Jahr die Waginger Musikerinnen und Musiker bereits bei einer herannahenden Unwetterfront noch standhaft auf der bereits erwähnten »Freien Bühne« aufspielte. Man ließ sich auch von dem Gewitter nicht vom Konzert abbringen und spielte einfach bei geöffneten Fenstern in den Räumen der Tourist-Info weiter. Es sei einfach »einzigartig, was man als Musiker erlebt«.

Neben der Neuwahl der beiden Vorsitzenden, gab es noch weitere Funktionen im Verein zu besetzen. Makis Gypas bleibt weiterhin Dirigent und somit musikalischer Leiter. Helmut Huber wechselt von seinem Amt als bisheriger Jugendwart zum zweiten Dirigenten. Katrin Lamminger und Sophie Hötzendorfer wurden zu den neuen Jugendwartinnen gewählt. Neue Schriftführerin ist Johanna Huber. Die Funktion des Zeugwarts übernahm Ludwig Gerl. Neuer Notenwart ist Lukas Huber. Beisitzer wurden Albert Koch und Simone Fenninger. Kassenwartin bleibt Veronika Huber, ihre Stellvertreterin wurde Katharina Bauer. Der bisherige stellvertretende Musikleiter Michael Kronbichler, Schriftführerin und zweite Jugendwartin Sandrina Grünbeck, Alois Mühlbacher (bisher Zeugwart), Sebastian Kamml (zweiter Kassier) sowie Beisitzer Maximilian Huber schieden aus der Vorstandschaft aus.

Christoph Hötzendorfer und Johannes Hartl erhielten jeweils das Musiker-Leistungsabzeichen D1 in Bronze. Für 15-jährige Mitgliedschaft wurde Katrin Lamminger mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet. 25 Jahre ist Albert Koch bei der Musikkapelle und bekam dafür »Silber« überreicht. Mit der Ehrennadel in Gold für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft und 30 Jahre in der Vorstandschaft wurde Helmut Huber ausgezeichnet. Ludwig Gröbner und Bernhard Waldherr erhielten eine Ehrung für 65 Jahre in der Musikkapelle.

»Viele unvergessliche Erlebnisse«

Die »Ära« der bisherigen Vorsitzenden Claudia Huber geht nach ihren eigenen Worten als Musikantin und bisherige Vorsitzende nach fast 30 Jahren dem Ende zu. Im Alter von zehn Jahren habe sie angefangen, Klarinette zu erlernen. Den Grundstock und die Liebe zur Blasmusik habe sie dann im Alter von 13 Jahren gelegt, als sie aktives Mitglied bei der Musikkapelle Inzing-Törring wurde. Mit 17 Jahren wurde sie dann von Albert Baumgartner als »Aushilfsmusikantin« nach Waging geholt. »Mit einer gehörigen Portion an Respekt«, wie sie im Rahmen der Versammlung lachend erwähnte: »Viele der anwesenden Musikanten kenne ich seit 30 Jahren«.

Im Laufe der Jahre wuchs Claudia Huber immer mehr in die Waginger Musikkapelle mit hinein. Erst als Schriftführerin, dann als Jugendleiterin, schließlich übernahm sie von ihrem Vorgänger Rupert Mayer das Amt der Vorsitzenden. »Ich erlebte den Neubau des Musikheims und nähte dafür die Vorhänge, erlebte Konzertreisen, auch viele Ausflüge zum befreundeten Musikverein Baltmannsweiler in Baden-Württemberg, als Jugendleiterin den Ausflug zum Kinderfest des Blasorchester Langenauer Schwäble, zahlreiche Marschierfeste, Heimatabende, Auftritte in Festzelten und viele weitere unvergessliche Erlebnisse.«

Organisiert wurden von Claudia Huber auch das Kindermusical »Paul der Pinguin« mit fast 100 Teilnehmern, die Waginger Blasmusikfestivals »Blech im Park«, zehn musikalische Faschingsgottesdienste gemeinsam mit dem Verein »So Halunke«, sie war fünf Jahre maßgeblich an der Übergabe des Friedenslichts mit der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See beteiligt, gab Unterricht in Blockflöte und Klarinette und leitete einen kleinen Kinderchor. »Ich bin natürlich weiterhin für euch da und unterstütze gerne aus dem Hintergrund«, sagte Claudia Huber am Ende der Versammlung.

fb

Mehr aus Waging am See