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Zum »Full Pull« hat es nicht gereicht, dafür legte Hans Wichtlhuber mit seinem FIAT 1300 DT einen imposanten »Wheelie« hin. In zwei Klassen holte sich der Pallinger den ersten Platz. (Foto: Sojer)

13 Fahrer schafften den begehrten »Full Pull«: 80 Schlepper im Duell mit dem Bremswagen

Waging am See – Ideales Wetter herrschte beim fünften »Bremswagenziehen«, und viele Besucher zog es nach Otting, um die spannenden Duelle zwischen dem Bremswagen Mengele Mammut und 80 Schleppern mitzuerleben. Moderator Konrad Thaller berichtete und vermittelte nicht nur viel Fachwissen, sondern bot auch jede Menge amüsante Sprüche. 


In zehn Klassen wurden die Schlepper eingeteilt und der Bremswagen dementsprechend schwer eingestellt. Ein Bremswagen wiegt leer etwa 10 bis 12 Tonnen und kann mit bis zu 12 Tonnen Gewichten in der »Back« (Behälter) beladen werden. Die Back wird von den Rädern des Bremswagens angetrieben. Der Fahrer auf dem Bremswagen hat während des Zugs hauptsächlich die Funktion, den vorgespannten Traktor über das sogenannte »Not-Aus« abzustellen. Das Kräftemessen bezieht sich hierbei aufs Bremsen. Jeder Teilnehmer wollte testen, wie weit sein Schlepper den Gegner ziehen kann.

Begonnen wurde mit den kleinsten Klassen bis hin zu den ganz schweren 12-Tonnern. Den »Full Pull« (voller Zug) zu schaffen, also den Bremswagen 100 Meter zu ziehen, ohne hängen zu bleiben, versuchten die Schlepperfahrer. Da spielen Luftdruck, der richtige Gang, der optimale Schwung und ein gewisses Fingerspitzengefühl wichtige Rollen. 13 Teilnehmern gelang dies, wie zum Beispiel Sebastian Steffl aus Übersee. »Wahrscheinlich ging's die letzten paar Meter bergab«, scherzte Moderator Thaller. Die Gespanne, die den Full Pull erreichten, mussten ins Stechen um den endgültigen Sieg.

Hans Wichtlhuber aus Palling verfehlte auf seinem FIAT 1300 DT mit 95,64 Metern nur ganz knapp den »Full Pull«, zeigte dafür aber den Zuschauern einen imposanten »Wheelie« und holte sich gleich zwei Siege der Gewchtsklassen bis vier und fünf Tonnen. Der von 1976 bis 1979 gebaute FIAT war zu seiner Zeit ein leistungsstarker Schlepper und ist heute ein echter Klassiker. Mit seinem Sechs-Zylinder-Motor und einem Hubraum von rund 7413 cm³ erreicht er 150 PS.

Durch einen Schaltfehler disqualifizierte sich ein Teilnehmer auf seinem 85 PS starken IHC 946. »Ich hatte einen zu schnellen Gang drinnen, und unterm Fahren darf man nicht schalten«, meinte er etwas enttäuscht. Aber im nächsten Jahr werde er wieder kommen.

Die Zuschauer konnten sich bei dem spannenden Spektakel in Otting zwischendurch im Zelt mit Brathendl, Currywurst oder Leberkäse stärken, bei zünftiger Musik der Blaskapelle Otting, und für die Kinder gab es reichlich Platz zum Austoben. Vorstand Josef Frisch vom Veranstalter DJK-Otting war hochzufrieden. »Es hat alles super gepasst. Vom Ansager Konrad Thaller über das Bremswagen-Team bis natürlich zum DJK-Team. Sogar das Wetter war perfekt«, freute er sich. Den Zuschauern hat's auch gefallen und das Event war eine durch und durch gelungene Veranstaltung. Im nächsten Jahr geht’s auf zum sechsten Bremswagenziehen.

Die Spitzenreiter nachGewichtsklassen waren bis 1,5 Tonnen Thomas Lobesmeier aus dem Landkreis Cham mit einem Schlüter (14 PS), bis 2,2 Tonnen Kilian Reschberger Kilian aus Roth mit seinem Eicher Königstiger (35 PS), bis 3,0 Tonnen: Franz Gensberger aus Palling mit einem IHC 844 (80 PS), bis 4,0 Tonnen Hans Wichtlhuber aus Palling mit seinem FIAT 1000 (100 PS), bis 5,0 Tonnen Hans Wichtl-huber aus Palling mit seinem FIAT 1300 (150 PS), bis 6,0 Tonnen Simon Gabler aus Otting mit einem IHC 1455 (145 PS), bis 7,0 Tonnen Michael Hofmann aus Ringham mit seinem Fendt 718 (180 PS), bis 8,5 Tonnen Martin Steiner aus Tengling mit einem Fendt 824 (240 PS), bis 10 Tonnen Martin Zillner aus St. Leonhard mit seinem Fendt 922 (220 PS) und bis 12 Tonnen Hans Poller aus Parschall mit seinem JCB Fasttrac (330 PS).

soj

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