1200 Besucher kamen zum »Zeltln«-Festival nach Waging

1200 Besucher kamen zum »Zelt'n«-Festival nach Waging
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Organisator Günter Wimmer ist zufrieden mit dem Verlauf des »Zeltln«-Festivals. Doch er ist auch froh, dass es nun vorbei ist – angesichts der stetig steigenden Coronazahlen.

Waging am See – Günter Wimmer ist zufrieden – und auch etwas erleichtert: 1200 Gäste besuchten an sechs Abenden das »Zeltln«-Festival in Waging am See, das am Wochenende mit »The Heimatdamisch« zu Ende ging.


»Es war wirklich nicht einfach in der aktuellen Situation«, betonte der Organisator und Gründer des Festivals im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. »Noch vor drei, vier Wochen wäre alles weniger problematisch gewesen, aber mit den Verschärfungen der Auflagen und der sich zuspitzenden Lage in den Landkreisen genau zu Beginn unseres Festivals wurde die Unsicherheit unter den Besuchern und auch bei uns immer größer.« Doch es sei »scharf kontrolliert« worden – auch das habe zu einer entspannten Atmosphäre in der Bergader-Arena beigetragen.

Auffällig sei allerdings gewesen, so Günter Wimmer, dass kaum Gäste spontan zu den Veranstaltungen gekommen seien. »Die aktuelle Lage war einfach unübersichtlich und die Nachrichten waren zu schlecht, um spontan auf Konzerte zu gehen.« Deshalb seien nur wenige Karten an der Abendkasse verkauft worden. »Zum Glück hatten wir einen ordentlichen Vorverkauf über das ganze Jahr und somit war die Arena jeden Tag ganz okay bis gut besucht.«

Günter Wimmer dankte zum Abschluss des Festivals vor allem dem Veranstalter, der Gemeinde Waging, und dem Sportverein, in dessen Halle das Festival stattfand. Hallenchef Beppo Hofmann habe ihn in allen Bereichen toll unterstützt, betonte Wimmer, der mit der Guten-A-Band auch selbst einen Auftritt beim »Zeltln« hatte.

Die letzten drei Abende hatten es seinen Worten nach noch einmal in sich: Die Kapelle »So und So« war mit dem Programm »Nur ned hudln« auf Tour und begeisterte mit Witz und vor allem Virtuosität der Blechbläser. »Kapellmeister« Stefan Huber aus Saaldorf – er spielt auch bei LaBrassBanda – moderierte mit viel Humor und besonderen Geschichten. Voll besetzt war die Waginger Bergader-Arena bei »Django 3000«. Die Band gab ein Unplugged-Konzert. Das Quartett kann auf zehn Jahre voller Hits zurückblicken. Vor allem das Frontduo und die Songschreiber der Djangos, Kamil Müller und Florian Starflinger, sind aus der bayerischen Musikszene nicht mehr wegzudenken. »Die Halle bebte ab dem ersten Song und aus einer sitzenden Unplugged-Show wurde schnell eine Tanzparty«, wie Günter Wimmer berichtete. Den Abschluss des Festivals machte »The Heimatdamisch« aus Bad Tölz. Die Band um Bandleader Florian Rein (Bananafishbones) wandelt internationale Hits in bayerische Lieder um und ist aktuell auf ihrer »Let there be Brass«-Tour. »Eine super Show endete nach zwei Stunden – und somit war das Zeltln 2021 Geschichte«, wie Günter Wimmer sagte. Und darüber ist der Organisator und Musiker angesichts der stetig steigenden Coronazahlen froh. »Ich bin erleichtert, dass wir durch sind, da niemand weiß, wie sich die Lage weiter entwickelt«, betonte er.

Trotzdem sei es richtig gewesen – bei allen Konsequenzen – das Festival abzuhalten, »als Futter für die Seele in eigenartigen Zeiten«, wie Wimmer betonte.

Die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf gehen an den TSV Waging. Er hat diesen an den sechs Abenden auch selbst organisiert und übernommen. Der Gemeinderat wird in einer seiner nächsten Sitzungen entscheiden, ob es im kommenden Jahr ein 14. »Zeltln«-Festival gibt – oder nicht.

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