Zwei Varianten für Rathausumbau stehen zur Debatte

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Wenn die Variante 1 zum Rathausumbau den Vorrang erhält, könnte der Zugang für die Wohnung künftig auf Höhe des Birnbaums am Rathaus sein. (Foto: Peter)

Vachendorf – Die Vorstellung der ersten Planungen und Berechnungen für den Umbau des Rathauses und des Schwimmbadgebäudes zeigten, wo die Reise hingehen könnte, meinte Bürgermeister Rainer Schroll (SPD/UUB) in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Haus der Dorfgemeinschaft. Die verschiedenen Varianten und die dazugehörige Kostenermittlung stellte Planer Thomas Bachmayer vor.


Bei der Variante 1 beim Rathaus sind im Erdgeschoß fünf Büros, ein Archiv, eine Teeküche sowie die Sanitäranlagen geplant. Der Eingang in die Wohnungen würde dabei über eine Außentreppe realisiert. Hier wäre die Trennung des Wohnbereichs zum Rathausbereich zugleich umgesetzt. Bei der Variante 2 sind ebenfalls fünf Büros geplant – wobei der Eingang zu den Wohnungen sich im Nord-Westen befinden würde. Die Trennung von den Wohnungen zum Rathausbereich müsste durch eine gesonderte Tür realisiert werden. Die Kosten für die Variante 1 würden sich auf 204.000 Euro belaufen und für die Variante 2 auf 233.000 Euro.

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Nach der Vorstellung der Planentwürfe vom Rathaus erläuterte Bachmayer die Kostenplanungen für die verschiedenen Bereiche für den Umbau am Schwimmbadgebäude. Die Kosten für die Sanierung der Sanitärräume und der Umkleide würden sich auf rund 148 000 Euro belaufen. Die Kosten für den Abriss des Südflügels ohne der Stockschützenräume und der Lagerräume sowie den damit verbundenen Neubau von zwei barrierefreien Wohnungen würden mit 497.000 Euro zu Buche schlagen. Beim Anbau West-Gastraum und den WC-Anlagen im Untergeschoß fielen rund 143.000 Euro an.

Bei den Wortbeiträgen zum Rathausumbau wurde von mehreren Gemeinderatsmitgliedern angesprochen, dass bei der Variante 1 ein Stellplatz für den Eingangsbereich benötigt werden würde. Es wäre der Stellplatz auf Höhe des Birnbaums am Rathaus. Beim Umbau des Schwimmbadgebäudes wollte Marlies Kruse (SPD/UUB) wissen, warum die Wohnung denn mit einem Aufzug barrierefrei sein sollte, wo doch bekannt sei, dass Aufzüge sehr wartungsintensiv sein könnten. Hierauf antwortet Schroll, dass es für die barrierefreie Errichtung Fördermittel geben würde.

Der Bürgermeister fasste zusammen, dass die Vorschläge gezeigt hätten, wo die Reise hingehen könnte. Es werde nun sicher etwas Zeit benötigt, damit sich der Gemeinderat über die Vorschläge Gedanken machen kann. Zu gegebener Zeit würden die beiden Vorhaben wieder zur Beratung auf die Tagesordnung kommen.

Anschließend stand eine Reihe von Bebauungsplanänderungen zur Beratung und Abstimmung an. Die Bebauungsplanänderung »Lettenberg«, bei der eine Mindestgröße der Grundstücke festgelegt ist, wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. Ebenso wurde die Ortsabrundungssatzung »Wimpasing« einstimmig bewilligt und kann so nun öffentlich ausgelegt werden. Die Untere Bauaufsichtsbehörde hat laut Schroll dort auf eine angemessene Ortsrandeingrünung hingewiesen. Weiter führte der Bürgermeister an, dass laut Untersuchungen der nahe liegende Kiesabbau und die Wohnbebauung sich nicht gegenseitig beeinflussen würden.

Beim Bebauungsplan »Hiensdorf« war Bürgermeister Schroll persönlich beteiligt – und so übergab er hier die Leitung der Sitzung an zweiten Bürgermeister Josef Huber (UW). Nach kurzen Erläuterungen stimmte der Gemeinderat einheitlich für die Änderung.

Den Antrag auf Genehmigungsfreistellung des Bauwerbers in Hiensdorf zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage lehnte der Gemeinderat einhellig ab. Der Grund lag darin, dass die Abweichungen des geplanten Baukörpers zu stark von der Gestaltungssatzung abweichen. Generell stehe man dem Vorhaben jedoch nicht ablehnend gegenüber. Der Bauherr könne nun den Weg eines Genehmigungsverfahrens einschlagen, führte Schroll aus.

Den Anträgen der Bauwerber an der Reichhausener Straße sowie an der Spielwanger Straße zur Errichtung einer Garage stimmte der Gemeinderat jeweils einstimmig zu.

Unter den Tagesordnungspunkt »Verschiedenes« informierte Schroll, dass mit den Vorbereitungsarbeiten zur Öffnung des Schwimmbads begonnen werde. Die Gemeinde wolle gerüstet sein, wenn die Infektionslage eine Öffnung der Freizeiteinrichtung zulässt, sagte Schroll. Bei den Wortbeiträgen zeigte sich, dass der Gemeinderat hinter der Verwaltung steht.

MP


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