Umbau des Alten Bads war das größte Projekt

Unterwössen: Umbau des Alten Bads war das größte Projekt – Bilanz 2019
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Einen besonderen Stellenwert räumte Bürgermeister Ludwig Entfellner in seinem Jahresbericht dem Umbau des Alten Bads ein. Er sieht darin ein dauerhaft gesichertes, qualitativ hochwertiges Ankergebäude für das gesellschaftliche, kulturelle und soziale Leben in der Gemeinde. (Foto: Flug)

Unterwössen – Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU) zog im Gemeinderat sein Fazit für das vergangene Jahr: »2019 war ein hervorragendes Jahr für die Gemeinde Unterwössen mit vielen Investitionen in die Zukunft«.


Die interkommunale Zusammenarbeit brachte ein gemeinsames Wasserversorgungskonzept für Unterwössen und Schleching. Ein Notverbund des Wasserbeschaffungsvereins Kruchenhausen mit dem Wasserwerk ist hergestellt. Entfellner berichtete, als eine der ersten Kommunen in Bayern erlangte Unterwössen das Cybersicherheitssiegel des Landesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Verdient machte sich darum auch der gemeinsame Datenschutzbeauftragte für die Landkreisgemeinden.

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Ziel der Gemeinde sei eine sozial ausgewogene, stabile und nachhaltige Bewohnerstruktur. Nur so bleibe vor dem Hintergrund des demografischen Wandels die Gemeinde vital und eine angemessene Infrastruktur erhalten. Musterbeispiel sei das gemeinsame Wohn- und Arbeitsprojekt der Lebenshilfe Traunstein mit der Maro-Gesellschaft für genossenschaftliches Wohnen, das im Frühjahr hinter dem Rathaus entstehe. Weiter führte er die Planungen für den Innenbereich im Draxlfeld und am Mühlwiesenweg an, Grundstücke für Einheimische zu schaffen.

Im Hochwasserschutz Oberwössen sei die Baugrunderkundung abgeschlossen. Jetzt plane das Wasserwirtschaftsamt für 2020 Vermessungen und Kartierung, Abschluss der Entwurfsplanung und das Planfeststellungsverfahren. Die wasserrechtliche Genehmigung müsse eingeholt werden. Für den Schlierbachweg stehe die Ausschreibung der Oberflächenentwässerung an.

Im Rückblick erinnerte der Bürgermeister an das Alte Bad. Es sei ein dauerhaft gesichertes, qualitativ hochwertiges Ankergebäude für das gesellschaftliche, kulturelle und soziale Leben in der Gemeinde. Der Erfolg schlage sich bereits in Buchungen und Nutzungen nieder. Weiter beschrieb er den Ausbau der Bundesstraße 305 in Oberwössen-Brem.

Verschiedene Straßen seien durch Spritzteerungen ertüchtigt. Die Straße an der Hochleiten hätten die Anlieger auf eigene Kosten staubfrei geschaffen. Entfellner berichtete, dass die Gemeinde mit den Anliegern zur Erneuerung des Brechstubenwegs eine Einigung auf Kostenteilung zwischen Gemeinde, Wasserwerk und Anliegern erzielte. Beim Breitbandausbau bis zu den Verteilerkästen sei die Gemeinde gut aufgestellt. Im nächsten Entwicklungsschritt baue er auf Glasfaser bis in die Häuser.

Ein Ortsentwicklungskonzept als Handlungsanleitung für Gemeinderat und Verwaltung entstehe. Ein Geh- und Radwegekonzept sei in Vorbereitung. Die Projekte um die Kontingentflüchtlinge am Niederfeldweg liefen gut. 53, davon 25 Kinder, lebten derzeit in Unterwössen und würden von freiwilligen Helfern unter anderen um die Diakonie Marquartstein mit Diakon Michael Soergel, Lehrern und Deutschlehrern betreut.

Die Archivarin der Ökomodell-Gemeinden nehme ihre Arbeit auf. Für einen Jugendtreff miete die Gemeinde Räume im ehemaligen Edeka an, der Jugendtreff sei inzwischen dort eingezogen. Die Oberwössner Feuerwehr erhalte im neuen Jahr ein neues Löschfahrzeug LF 10. Die Zukunft der Wehr hänge von solchen langfristigen Investitionen ab, fand Entfellner. Ein Kommunaltraktor für den Bauhof sei mit 35 Prozent Förderung angeschafft. Hardware und Software in der Verwaltung seien erneuert.

Mit Jahresanfang ziele die Gemeinde auf einen Schulhausumbau, die Gebäude den heutigen Bedürfnissen anzupassen, die offene Ganztagsschule zu erweitern, der energetischen Sanierung und Barrierefreiheit Rechnung zu tragen. Nach erster Projektskizze liege nun die Zusage von 600.000 Euro Förderung aus dem Kommunal-Investitionsprogramm Schulinfrastruktur Oberbayern vor. Die Architektenleistungen seien vergeben, Gespräche mit Schulen und Behörden stünden an.

Mit dem Auszug der Tourist-Information ergebe sich eine Neuordnung im Erdgeschoß des Rathauses. Die Eingabe- und Ausführungsplanung stehe unmittelbar an. Die Gemeindeverwaltung ziele auf einen Baubeginn im späten Frühjahr. Im Ehrenamt sah der Bürgermeister die tragende Säule eines funktionierenden Dorflebens und nahm auf einzelne Projekte Bezug.

Herzlich bedankte sich Entfellner für die gute Zusammenarbeit innerhalb der Gemeindeverwaltung und im Gemeinderat. Zweiter Bürgermeister Barthl Irlinger (OWG) griff das auf und würdigte die Arbeit des Bürgermeisters. lukk


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