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Ehrungen gab es bei der Hauptversammlung des VdK Wössen. So wurde Johann Bauhofer für 25 Jahre Mitgliedschaft mit einer Urkunde ausgezeichnet. Rechts VdK-Ortsvorsitzender Josef Kurz-Hörterer.

Steigende Mitgliederzahl beim VdK Wössen

Unterwössen – Über Mitgliederzuwachs freut sich der VdK Wössen: Bei der Jahreshauptversammlung im Restaurant Lickei informierte Schriftführer Klaus Hellmich, dass der Ortsverband derzeit 241 Mitglieder hat. »Das sind 36 netto mehr seit der letzten Jahreshauptversammlung.« Die letzten zwei Jahre verzeichnete der Ortsverband 62 Neueintritte, einige wenige Austritte und Todesfälle. 


Hellmich lobte die gute Zusammenarbeit mit der Kreisgeschäftsstelle in Traunstein. Er warnte, dass sich die wirtschaftliche Situation der Senioren allgemein verschlechtern wird. »Es kann sein, dass sich die Beihilfeanträge mehren.« Niemand solle sich aber scheuen, bei Bedarf einen Beihilfeantrag an den VdK zu stellen.

Kassiererin Yarmila Schwegmann verzeichnete ein ordentliches Plus. Sie sagte ein herzliches Dankeschön für die große Spende, die anlässlich des Todes von Johann Haßlberger eingegangen war.

Vorsitzender Josef Kurz-Hörterer sieht ein psychologisches Problem, weil immer mehr Leute, vor allem Senioren, in Angst vor der Corona-Pandemie das Haus nicht verlassen. »Mir wäre es ein Anliegen, sich um diese Leute zu kümmern.« Kurz-Hörterer meinte, er könnte sich die Zusammenarbeit mit einem Psychologen vorstellen und vielleicht mit einer Informationsveranstaltung auf diese Leute zu zugehen.

Bürgermeister Ludwig Entfellner verwies darauf, dass der VdK in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen bayernweit feiern wollte und auch der Ortsverband 75 Jahre alt wird. Die derzeitigen Unwägbarkeiten hätten die Planungen für ein Jubiläumsfest erschwert, deshalb habe der Ortsverband darauf verzichtet. Vor 75 Jahren sei der VdK auf den Trümmern des Kriegs gegründet worden. Die demokratische Grundordnung und die soziale Marktwirtschaft entstanden. »Sozial und Marktwirtschaft passt das zusammen?«, fragteder Bürgermeister. Was sich wie ein Gegensatz anhöre, bedeute, dass vom einzelnen Menschen jeweils nur das eingefordert werde, was er leisten kann. Das berücksichtige auch der VdK. Er leiste wichtige Arbeit, indem er den Menschen in den Mittelpunkt stelle und zudem seine Leistungen vor Ort unmittelbar erbringe.

Entfellner sagte zum Mitgliederzuwachs, mehr Mitglieder bedeute auch mehr Arbeit und dafür gebühre der Vorstandschaft des Ortsverbands besonderer Dank. Der Bürgermeister knüpfte an die Sorgen des Vorsitzenden an. Die Zurückhaltung der Senioren, am öffentlichen Leben teilzunehmen, bringe Einsamkeit. Die Gemeinde Unterwössen habe mit den Nachbargemeinden ein Seniorenkonzept entwickelt, weil aktueller Handlungsbedarf sichtbar sei. »Ihr werdet die nächsten fünf Jahre sehen, dass wir da anpacken. Die Gemeinden beschäftigen gemeinsam einen Quartiersmanager oder eine Quartiersmanagerin. Deren Aufgabe wird es sein, die Auswirkungen des demografischen Wandels zu dämpfen.

Der Bürgermeister sieht vor allem die stark wachsende Nachfrage nach niederschwelliger Hilfeleistung und Unterstützung in der Pflege. »Um das zu meistern, sollten wir uns alle, Institutionen und Organisationen, vernetzen. Diese Aufgaben werden uns in einer immer älter werdenden Gesellschaft bleiben.«

Die Grüße des Kreisverbandes Traunstein überbrachte Helga Perschl. Sie ist die neue Vorsitzende des Ortsverbands Traunstein. Perschl freute sich, dass die Mitglieder endlich wieder zusammenkommen. Der Kreisverband habe im vergangenen Jahr viel gearbeitet, aber eben vornehmlich über das Telefon, erklärte sie. Perschl nahm zusammen mit Vorsitzenden Josef Kurz-Hörterer auch zwei Ehrungen vor: Gertraud Meier wurde für zehn Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet, Johann Bauhofer für 25 Jahre.

Zum Thema Jubiläum erläuterte Josef Kurz-Hörterer, dass der Ortsverband das Jubiläum mit Gottesdienst und anschließendem Beisammensein im April des nächsten Jahres feiern wolle.

lukk