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Hier gruppiert sich die neue Führungsmannschaft des Wössner Regenbogens um die nach 26 Jahren scheidende Vorsitzende Adelheid Meirer (Mitte). Die Geschicke lenken jetzt die neue Vorsitzende Alexandra Degener (von rechts), Schriftführerin Cordula Gronemann, Kassierin Constanze Lüssow und die zweite Vorsitzende Luisa Neubert. (Foto: Flug)

Sozialverein Wössner Regenbogen: Nach 26 Jahren an der Spitze ist Schluss für Adelheid Meirer

Unterwössen – Was trotz jahrelanger Versuche der Vorsitzenden Adelheid Meirer undenkbar schien, ist jetzt passiert: Der Wössner Regenbogen bekommt mit Alexandra Degener eine neue Vorsitzende. Der Unterwössner Sozialverein stellte sich in seiner Jahreshauptversammlung im Wössner Gemeindesaal mit neuer Mannschaft auf.


Unter Leitung von Bürgermeister Ludwig Entfellner wählten die Mitglieder anstelle der nach 26 Jahren nicht mehr kandidierenden Adelheid Meirer ihre bisherige Stellvertreterin Alexandra Degener zur Vorsitzenden. Auf Degeners Position rückt Luisa Neubert als zweite Vorsitzende. Weil damit der erst im Vorjahr neu besetzte Posten der Kassierin frei wird, übernimmt die bewährte Vorgängerin, Constanze Lüssow, das Amt erneut. Schriftführerin bleibt Cordula Gronemann.

Zuvor hatte Meirer ihren letzten Jahresbericht abgegeben. Mit Unterstützung der Gemeinde gelang es dem Regenbogen, eine Teilzeitstelle für eine Verwaltungsfachkraft zu schaffen. Im Herbst eröffnete der Verein seine Kreativwerkstatt im Gebäude des Wössner Treffs an der Rathausbrücke. Dieses neue Projekt bringt Angebote für jedermann, vor allem für Grundschulkinder und Familien. In Corona-Zeiten war das Familienzentrum des Vereins weiter gut besucht. Dort leisteten die Frauen um den Regenbogen 1665 Ehrenamtsstunden.

Die Kinderkrippe bleibt eine Herausforderung. Schwangerschaftsbedingte Personalwechsel verlangten den Mitarbeiterinnen einiges ab, sie arbeiteten teilweise an der Belastungsgrenze. Die Mittagsbetreuung litt unter coronabedingten Personalproblemen. Ständig änderten sich gesetzliche Vorschriften und Förderrichtlinien. Im Feriencamp fanden berufstätige Eltern für ihre 14 Kinder eine Beschäftigung. Geänderte öffentlich-rechtliche Bestimmungen erschwerten den Personalumbruch an der Offenen Ganztagsschule für die Mittelschule. Der Regenbogen fand eine Lösung und setzte Regine Käuffer als Koordinatorin ein. Weil es an qualifiziertem Personal und einer Örtlichkeit fehlt, kamen die Jugendtreffs in Unter- und Oberwössen nicht zustande. Der Wössner Treff entwickelte sich fort und baut zudem seine Nachbarschaftshilfe aus. Das ganze Achental unterstützt den Gewandladen mit Sachspenden. Adelheid Meirer sieht in der Einrichtung ein nachhaltiges Angebot, das großen Anklang findet.

Kassierin Luisa Neubert berichtete für 2021 von einem Umsatz von rund 396.000 Euro und einem satten Plus nach einem deutlichen Minus im Vorjahr. Zumeist sind die höchsten Ausgabepositionen die Personalkosten, auch wenn sehr viel in Ehrenamtsstunden geleistet wird. Auf der Einnahmeseite fördert vor allem die Gemeinde mit großen Summen. Sie zahlt über das Maß hinaus, was sie zahlen müsste, weil der Regenbogen Pflichtaufgaben für die Gemeinde übernimmt. Einen erheblichen Teil der Kosten tragen die Eltern mit ihren Beiträgen. Unterstützung gibt es auch von der Regierung von Oberbayern, dem Landratsamt und dem Ökomodell Achental.

lukk