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Marion Maier, Sennerin auf dem Bachmann Kaser, las in der Bergmesse auf der Jochbergalm die Fürbitten der Almleute um das Wohlergehen und die Gesundheit der Menschen und des Viehs. (Foto: Flug)

Pfarrer Peter Bergmaier predigt bei der Bergmesse auf der Jochbergalm

Unterwössen – Viele Wanderer und Mountainbiker beteiligten sich an der Bergmesse auf der Jochbergalm. In seiner Predigt berichtete Pfarrer Peter Bergmaier aus dem Lukas-Evangelium, in dem Jesus Feuer bringt, Häuser brennen sehen möchte und Zwietracht verspricht.


Wer den christlichen Glauben verharmlose, um sich die wichtigen Fragen des Lebens nicht zu stellen, verstehe nicht, dass es keinen weichgespülten Jesus gebe. Wer sich darauf einlasse, der erkenne, dass Jesus die wichtigen Fragen des Lebens und des Glaubens bis zum Einsatz seines eigenen Lebens vorlebte.

Jesus suche – auch jetzt auf dem Berg – Kinder und Jugendliche, Männer und Frauen, die wirklich Feuer und Flamme im positiven Sinne für seine Sache sind. Er sucht nach jenen, die das Herz am rechten Fleck haben, die etwas in Bewegung setzen, damit es anderen Menschen, der Natur, der Schöpfung besser geht als jetzt.

Er suche Menschen, die Hilfe für andere leben, sich für Verständigung einsetzen. Auch, wenn das Konflikte bringe, mache Jesus Mut. Gerade ein Tag wie heute auf dem Berg sei gut, so Bergmaier, sich ganz bewusst für die Sache Jesu zu entscheiden, für den Weg mit ihm durchs Leben. »Trauen sie sich!«, ruft Bergmaier auf, »Jesus lässt keinen im Stich!«

Der Pfarrer fragte: »Was haben ein Almbauer, was haben eine Sennerin an Feuer mit Jesus gemeinsam? Sie sind bei gutem wie schlechtem Wetter unterwegs, sie lassen niemanden im Stich, das Vieh nicht, das ihnen anvertraut ist, und den Menschen nicht, der sie aufsucht.« Sie dürfe man sich gern zum Vorbild nehmen, so Bergmaier, der Sennerinnen und Almbauern, Vergelt’s Gott sagte. Den Almleuten sei es Herzensangelegenheit, Gott für den guten Almsommer zu danken, ihn um seinen Segen zu bitten.

Marion Maier, Sennerin auf dem Bachmann-Kaser, las die Fürbitten der Almleute um Wohlergehen und Gesundheit für Mensch und Vieh, bat für das Leben auf der Alm, für die Natur und Schöpfung am Berg.

Pfarrer Bergmaier segnete die drei ausgelegten Kreuze, von denen nun jedes einen der drei Almkaser schmückt. Die »Junge Seeholz-Musi« aus dem Rupertigau und der junge Lukas Auer mit seiner Ziach begleiteten den Gottesdienst musikalisch. Gemeinsam mit der Gemeinde stimmten sie zum Abschluss den Almjodler an. Die Kollekte geht an die Bergwacht. Im Anschluss gab es Musik und Almschmankerln.

lukk