Onkel-Bazi-Orchester spielte auf der Rechenbergalm

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Das Onkel-Bazi-Orchester aus Nußdorf am Inn lockte bei seinem Alm-Wunschkonzert auf der Oberwössner Rechenbergalm viele Besucher an. (Foto: Flug)

Unterwössen – Ein lustiges Alm-Wunschkonzert veranstaltete der Unterwössner Trachtenverein mit dem vierköpfigen Onkel-Bazi-Orchester aus Nußdorf am Inn auf der Rechenbergalm (1160 Meter) hoch über Oberwössen. Senner Hubert hatte dazu die Alm blitzsauber hergerichtet und herausgeputzt.


Eigentlich ist das Onkel-Bazi-Orchester ein Männerquartett. Doch nach einer langen Nacht auf einer Geburtstagsfeier im Allgäu war nur ein Trio angereist. Das fand in der Oberwössnerin Räse Haslberger und ihrem Kontrabass nicht das erste Mal willkommene, wie gelungene Verstärkung.

Wie man auf den Namen Onkel-Bazi-Orchester kam, erklärte Bene Mias, der Mann mit der Ziach: Hias Weyerer, der Mann mit der Gitarre, ist der Onkel Bazi, so fand die kleine Nichte, die seinen Namen nicht aussprechen konnte. Als Orchester sehen sich die Musiker, weil sie vom Ehrgeiz getrieben werden, so viele Instrumente zu spielen, wie im Auto Platz finden. Derzeitiger Leistungsstand sind Ziach, Gitarre, Klarinette, Posaune, Sousaphon, Kontrabass, Trommel und Gesang. »Und wir haben erfahren, dass Orchestermusiker einen Schlag bei Frauen haben«, zwinkerte Bene Mias.

Vom Almlied bis zu modernen Songs boten die vier im Wunschkonzert ein scheinbar unerschöpfliches Repertoire, überraschten dabei mit eigenwilligen, immer humorvollen Texten. Lustig ging es zu und der Funke sprang schnell über. Die vielen Besucher genossen den sonnigen Tag bei Bier und Brotzeit, bei Kaffee und Kuchen.

Gemeinsam mit dem Senner hatte der Unterwössner Trachtenverein »D' Achentaler« das Almkonzert organisiert. Vor allem seine Aktiven nutzten den Tag für ein fröhliches Miteinander. Die Feriengäste genossen die angenehme Atmosphäre am eindrucksvollen Rechenbergbrunnen, die vielen Blumen und den Almschmuck rund um den Kaser. Sie erfreuten sich an den Plattlern der Burschen und genossen die Aussicht hinunter nach Oberwössen oder zu den fernen, schneebedeckten Gipfeln. Doch am späteren Nachmittag zog der Himmel zu. Er setzte das Zeichen für den kommenden Regen und den vorzeitigen Aufbruch. lukk