Dreikönigstag in Unter- und Oberwössen: Sternsinger ziehen nicht von Haus zu Haus
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Diakon Erik Oberhorner (hinten von links) und Pfarrer Martin Straßer segneten in Unterwössen die Sternsingergaben. Von Haustür zu Haustür gehen die Sternsinger heuer nicht, wie Franziska Burkhard mit Klara Wagner und Johanna Fritschka informierte. (Foto: Flug)

Dreikönigstag in Unter- und Oberwössen: Sternsinger ziehen nicht von Haus zu Haus

Unterwössen – In Unterwössen und Oberwössen wurde der Dreikönigstag in den Kirchen gefeiert. In beiden Pfarreien wurden die Sternsinger in diesem Jahr allerdings nur symbolisch ausgesandt. Pandemiebedingt werden sie erneut nicht von Haus zu Haus ziehen. Die Gläubigen können sich den Segen aber selbst ins Haus holen. In den Kirchen liegen Kreide, Aufkleber und auch Überweisungsträger für die Spenden aus.


»Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit« lautet das Motto der 64. Aktion Dreikönigssingen. Die Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika steht dabei heuer besonders im Fokus.

Den Gottesdienst zum Jahresanfang in Unterwössen leiteten Pfarrer Martin Straßer und Diakon Erik Oberhorner. In der Predigt in der Pfarrkirche St. Martin erinnerte Oberhorner, dass der Neujahrstag das Hochfest der Gottesmutter Maria sei. Die Höhen und Tiefen des begonnenen Jahres verglich Oberhorner mit dem einfachen Leben der Maria und ihren Sorgen. So erinnerte der Diakon an die Geschichte, wie der zwölfjährige Jesus am Ende des Passahfestes in Jerusalem verloren gegangen war. Maria fand ihn erst drei Tage später im Tempel. »Was auch immer das Jahr bringen wird, Gott begleitet uns«, so Oberhorners Fazit. Gottes Segen verpflichte aber zugleich uns Menschen, mit ihm zu gehen.

Drei Sternsinger ministrierten im Gottesdienst. Pfarrer Straßer und Diakon Oberhorner segneten die Sternsingergaben Kreide, Weihrauch, Weihwasser und Schriftzug und sandten die Sternsinger aus. Die Sternsinger sprachen ihren Segen und Sternsingerin Clara Burkhard informierte über den Ablauf der Aktion in Zeiten der Pandemie. Bis Ende Januar liegen in der Pfarrkirche Segensaufkleber oder Kreide aus, um den Segen selbst zuhause anzubringen. Die Sternsinger bitten um eine Spende an das Kindermissionswerk, um Kinder in Not zu unterstützen. Für die Spenden liegen rechts neben dem Haupteingang in der Pfarrkirche Spendentüten und Überweisungsträger mit weiteren Informationen bereit.

Die Fürbitten im Gottesdienst las Johanna Fladischer, die Orgel spielte Maria Blank.

In der Kuratiekirche Oberwössen segnete Pfarrer Dominik Bartsch die Sternsingergaben. Dabei standen die drei Sternsinger Kilian und Helena Bauhofer sowie Marina Loider symbolisch für eine große Schar Kinder, die sich traditionell an diesem Tag auf den Weg machen, den Häusern im Dorf den Segen zu bringen. Auch in Oberwössen ist die Pfarrgemeinde aber heuer aufgerufen, gegen eine Spende mit den in der Kirche ausgelegten Dreikönigsgaben den Segen selbst heimzubringen.

Pfarrer Bartsch rief dazu auf, dem Stern und seinem Licht zu Gott zu folgen. Gerade in moderner Zeit würden immer mehr Irrlichter den Menschen locken. Den wahren Weg zu finden gelänge aber nicht durch Irrglauben oder moderne Wissenschaft. Der Weg zu Gott führe ausschließlich über Glaube, Hoffnung und Liebe. Neben dem Organisten Benedikt Meurers begleiteten fünf junge Blechbläser der Musikschule mit Zweigstellenleiter Benedikt Paul den Gottesdienst musikalisch.

lukk