weather-image
12°

Das Projekt der Lebenshilfe kommt gut voran

5.0
5.0
Unterwössen: Das Projekt der Lebenshilfe kommt gut voran
Bildtext einblenden
Gut voran kommt das Projekt Wohnen und Arbeiten hinterm Rathaus der Lebenshilfe Traunstein. Annemarie Funke setzte nun den verspäteten Grundstein. Sie ist die Geschäftsführerin der Gesellschaft der Lebenshilfe Traunstein, die dieses Projekt umsetzt. (Foto: Flug)

Unterwössen – 7,1 Millionen Kostenvolumen, 23 Wohnplätze für gemeinschaftliches Wohnen der Lebenshilfe, dazu vier Wohnungen für sozialen Wohnungsbau und ein Café mit Küche – ein Projekt, das eine zünftige Grundsteinlegung verdient hätte. Doch 2020 ist ein Jahr, in dem alles anders ist. Mittlerweile ist der Neubau der Lebenshilfe Traunstein im zweiten Stock angekommen und es wurde zumindest in kleinem Rahmen gefeiert.


Die Lebenshilfe Traunstein entstand 1969 als Selbsthilfeinitiative von Eltern von Kindern mit Handicap. Bis heute setzen sich Angehörige, Freunde und Förderer für die Integration von Menschen mit Behinderung ein.

Anzeige

Bürgermeister Ludwig Entfellner stellte heraus, dass das Projekt der Lebenshilfe hinter dem Rathaus der Geschäftsführerin der Lebenshilfe, Annemarie Funke, zu verdanken sei. Sie haben schon lange nach einen Standort im südlichen Landkreis gesucht. »In Unterwössen ist der nun möglich geworden«, so Entfellner. »Ich hoffe, dass dessen Bewohner und Mitarbeiter im Ort eine neue Heimat finden.«

Vom Vorhaben der Lebenshilfe verspricht sich der Bürgermeister eine Belebung der Unterwössner Ortsmitte und neue Arbeitsplätze im Ort. Die derzeitigen Herausforderungen, soziale Einrichtungen wie Schule, Kindergarten und die Mittagsbetreuung des Wössner Regenbogens mit Mittagessen zu versorgen, werde vom Projekt der Lebenshilfe Traunstein gelöst.

Annemarie Funke betonte, dass es das Projekt ohne den Grundstückseigentümer Hans Döllerer nicht gäbe. Der hatte für das ehemalige Grundstück der Holzhandlung Döllerer immer den Wunsch, dort etwas zu schaffen, was dem Ort nutzt. Weil Döllerer nicht den Profit, sondern die soziale Verantwortung sah, ermöglichte er dieses Projekt in Unterwössen, das aus der Sicht der Lebenshilfe einmalig sei, so Funke.

Auf Dauer sieht sie in Bezug auf die Küche und das Café vier Säulen, auf denen das Projekt der Lebenshilfe ruht. Das ist die Absicht, soziale Einrichtungen wie Schulen und Kindergarten mit Mittagessen zu versorgen. Weiter dient das Café der Versorgung der Bevölkerung mit Mittagessen vielleicht mit einem Abo-Essen. Funke hofft, mit dem Projekt auch ein Catering anbieten zu können. Viertes Standbein könnten eigene Veranstaltungen rund um das neue Projekt werden.

Aufsichtsrat Wolfgang Maier, zugleich Vorstand des Lebenshilfe-Vereins, hält es für einen Glücksfall, dass der Neubau als gemeinsames Projekt mit der MARO, der Gesellschaft für genossenschaftliches Wohnen, auf dem Nachbargrundstück entsteht (wir berichteten).

Die Anlage der Lebenshilfe soll spätestens am 1. November 2021 in Betrieb gehen. Architekt Werner Püschel ist guter Dinge. Es funktioniere gut, auch weil die Unternehmen aus der Region seien. Das vereinfache Vieles, betonte er. Inzwischen sind die Zimmererarbeiten vergeben, Holzarbeiten, Metallbau und Trockenbau sind ausgeschrieben. »Das passt alles zeitlich und auch finanziell«, so Püschel.

Das Projekt auf einem so guten Weg zu sehen, schreiben die Beteiligten der guten Zusammenarbeit mit der Regierung von Oberbayern zu. Johanna Löhlein ist dort zuständig für das Wohnungswesen von Menschen mit Behinderung und die Förderung. Sie steht dem Projekt mit Rat und guten Ideen zur Seite.

Im Innenraum wurde dann der verspätete »Grundstein« gelegt. Er enthält eine Kupferhülle mit einer Chronik der Lebenshilfe anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens. Der Lagebericht der Geschäftsführung anlässlich des Jahresabschlusses 2019, Protokolle der Gesellschafter-Versammlung und aus der Aufsichtsratssitzung vom 30. Juli sind ebenso dabei, wie eine aktuelle Ausgabe des Traunsteiner Tagblatts. Von der Gemeinde Unterwössen sind Informationen über den Ort beigefügt. An die Corona Pandemie erinnert eine Schutzmaske FFP2 in der Kupferröhre. Sie ist dort eingemauert. Ein Schild wird später dort darauf hinweisen. lukk