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Zuchtschau des Chiemgauer Dackelclubs: »Bavaria vom Riedenthal« gewinnt Titel

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»Auf dem Laufsteg« wurden Gangart und Körperhaltung geprüft. (Foto: vom Dorp)

Übersee – Einmal im Jahr herrscht unter den rund 170 Mitgliedern des Dackelclubs Chiemgau, einer der zwölf Sektionen des vor über 120 Jahren gegründeten Bayerischen Dachshundeclubs, der Ausnahmezustand: Hundebesitzer und ihre Vierbeiner rüsten sich zur Zuchtschau. Es geht um Titel, Pokale und den Ruf, den schönsten Dackel zu haben.


Vor mehr als 100 Zuschauern fand die Jahresschau heuer zum dritten Mal im Saal des Wirtshauses Feldwies statt. Zur Begrüßung spielten die Inntaler Jagdhornbläser. Warum eine Zuchtschau? Will man mit seinem Lang-, Kurz- oder Rauhhaardackel in die Zucht gehen, sind Qualitätsstandards nötig, die in der Zuchtschau mit den Wertungsnoten »vorzüglich« oder »sehr gut« vergeben werden. Andere Hundebesitzer reizt der Kampfgeist, das Zusammenkommen mit Gleichgesinnten oder die Aussicht, den amtlich bestätigten, schönsten Dackel daheim zu haben.

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Frisch geföhnte Vierbeiner

Schon beim Eintreffen der Clubmitglieder lag Spannung in der Luft. Die frisch geföhnten Vierbeiner be-grüßten sich – je nach Temperament – mit einem freundlichen Schwanzwedeln, lautem Bellen oder auch mit einem warnenden Knurren. Etliche Herrchen und Frauchen konnten nur mühsam ihre Nervosität verbergen.

Für den »Dackel-Olymp« waren neun Rauhhaar-, acht Kurzhaar- und zwei Langhaardackel angemeldet worden. Ehe sie von der erfahrenen Zuchtrichterin Damjana Svegeli Znidarsic aus Slovenien bewertet wurden, mussten sie auf einem Tisch eine gründliche Gesundheitsprüfung über sich ergehen lassen. Zähne, Fell, Rute, Hoden und Rückenlinie werden genauestens begutachtet.

Anschließend gings mit Herrchen oder Frauchen »in den Ring«. Verlangt wurde, »an kurzer Leine in möglichst perfekter Körperhaltung und mit einem ordent­lichen Tappsen« ein paar Runden zu laufen.

Ablenkungen, wie vor Übermut zu springen oder etwa nach einer Hundedame Ausschau zu halten, werden zwar nicht so gern gesehen, sind aber für die Bewertung unerheblich. Es kommt lediglich auf die Anatomie und die Schönheit an.

Elf Hunde kamen mit der Bestnote »vorzüglich« in die Endausscheidung. Noch einmal mussten sich die Vierbeiner dabei von ihrer besten Seite zeigen – eine Nervenprobe für Mensch und Tier.

Am Ende der über dreistündigen Schau standen die Tagessieger fest. Schönster Rauhaardackel wurde die Dackeldame »Bavaria vom Riedenthal« von Katharina Seidel aus Traunstein, bei den Kurzhaardackeln siegte »Enie vom Vinxtbachtal« von Jennifer Badock aus Koblenz. Für die weiteste Anreise erhielt sie zudem den Weitpreis.

Champion bei den Langhaardackeln wurde »Tango von Damsmühle« von Elisabeth Förg. In der jüngsten Klasse siegte dieses Mal der erst sieben Monate alte Kurzhaar-Dackelrüde »Ramazotti von den Zwergenkönigen« von Mathias Hochecker aus Niederbayern. bvd