Überraschter Geisterfahrer auf der A8 bei Übersee angehalten

Warnschild gegen Geisterfahrer
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Foto: dpa/Armin Weigel

Übersee – In der Polizeizentrale Rosenheim gingen am Sonntag, 3. Oktober, um kurz nach Mitternacht mehrere Anrufe wegen eines Geisterfahrers auf der Bundesautobahn A8 ein.


Den Zeugen zu Folge befuhr ein Auto die Richtungsfahrbahn München in entgegengesetzter Richtung auf der linken der beiden Fahrstreifen. Die Verkehrspolizeiinspektion Traunstein leitete unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen mit der Unterstützung weiterer Streifenbesatzungen der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim, Polizeiinspektion Grassau und Polizeiinspektion Traunstein ein.

Der Geisterfahrer konnte glücklicherweise, ohne einen Verkehrsunfall verursacht zu haben, auf halber Strecke zwischen den Anschlussstellen Übersee und Bernau am Chiemsee auf dem linken Fahrstreifen gestoppt werden.

Der 72-jährige Nordrhein-Westfale war sichtlich überrascht und sich keiner Schuld bewusst. Er konnte sich den Grund für die Kontrolle nicht erklären. Er gab an, lediglich den Anweisungen seines Navigationssystems gefolgt zu haben. Ein durchgeführter Alkoholtest verlief negativ. Der verschreckte Mann wurde nach telefonischer Rücksprache mit seiner Tochter zur Polizeiinspektion Traunstein gebracht, nachdem sein Fahrzeug verkehrssicher abgestellt wurde. Die Tochter kümmerte sich sofort um die Abholung ihres Vaters.

Den 72-Jährigen erwartet eine geringe Geldbuße in Höhe von zweihundert Euro, zwei Punkten, einen Monat Fahrverbot und eine Prüfung seiner weiteren Fahrtauglichkeit. Die zuständige Fahrerlaubnisbehörde wurde bereits über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt.

fb/red