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Neuwahlen in Übersee: 100 Prozent für Marc Nitschke

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Neuwahlen: CSU-Ortsvorstand Übersee in Ämtern bestätigt – Kommunalwahl 2020 im Fokus
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40 Jahre bei der CSU: Ortsvorstand Marc Nitschke (rechts) ehrte in der Jahreshauptversammlung Stefan Jakob (links). (Foto: vom Dorp)

Übersee – Geschlossenheit, Zusammenhalt und Kontinuität präsentierte der CSU-Ortsverband Übersee in seiner Jahreshauptversammlung im Gasthof Hinterwirt. Das zeigte sich vor allem bei den Neuwahlen. Alle Vorstandsmitglieder wurden in geheimer, schriftlicher Wahl zu 100 Prozent in ihren Ämtern bestätigt. Der einzige Wermutstropfen bei den CSUlern waren die wiederholten öffentlichen Angriffe der Jungen Union (JU) gegen den Ortsverband und den Gemeinderat.


Die CSU zeigte sich als »starker Ortsverband mit einem sehr aktiven Jahr 2018«, wie es CSU-Chef und Bürgermeister Marc Nitschke formulierte. Nach wie vor ist der Verband einer der größten im Landkreis Traunstein und – neben Traunstein – der einzige mit einer Senioren-Union und einer Jungen Union.

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Von diversen Betriebsbesichtigungen, Vorträgen zu aktuellen Themen und Veranstaltungen, auch mit anderen CSU-Ortsverbänden, berichtete der Ortsvorstand in seinem Rückblick auf 2018. Erfreut zeigte er sich über die stabile Situation bei den Zahlen von 88 Mitgliedern. Ein starkes Augenmerk will man auch weiterhin auf die Werbung von weiblichen und jüngeren Mitgliedern legen. Die Frauenquote macht nur 25 Prozent aus, und das Durchschnittsalter liegt bei 61,1 Jahren.

Auch heuer soll das Aktivprogramm fortgeführt werden. Im Fokus seiner achten Amtszeit stehen laut Nitschke jedoch die Vorbereitungen zur Kommunalwahl im nächsten Jahr. Der Bürgermeisterkandidat soll in der Aufstellungsversammlung am 21. Mai gekürt werden. Er selbst hatte bereits vor einigen Wochen seine erneute Kandidatur bekundet.

Zu den wenig erfreulichen Aspekten seiner Rückschau gehörte die seiner Meinung nach schlechtere Stimmung im Gemeinderat: »Der seit Jahresbeginn verschärfte Ton einiger Gemeinderäte ist teilweise untergrenzwertig.« Ebenfalls kritisierte er die mehrmaligen öffentlichen Angriffe der JU gegen die CSU und den Gemeinderat: »Das sind keine Voraussetzungen für den anstehenden Wahlkampf.« Noch krasser formulierten es Claudia Siemers und Alt-Bürgermeister Peter Stöger. Sie befürchten in der Art und Weise dieser »parteiinternen Querelen« sogar den Anfang einer möglichen CSU-Niederlage.

JU-Vertreter waren in der Sitzung nicht anwesend. Alois Huber schlug deshalb vor, unter der Leitung eines neutralen, externen Vermittlers in einem kleinen paritätischen Kreis von fünf bis sechs Vertretern der JU und der CSU »Klartext zu reden« und eventuelle Konflikte zu bereinigen. Das fand den Beifall der Anwesenden.

Der Finanzbericht von Brigitte Steiner wies schwarze Zahlen aus. Das letztjährige kleine Polster hatte sich etwas vergrößert.

Geschlossenheit zeigte die Versammlung bei den Neuwahlen. Trotz geheimer und schriftlicher Wahl erhielten alle Verantwortungsträger ohne Gegenstimme das Vertrauen zum Weitermachen. Im Einzelnen: Marc Nitschke (Erster Ortsvorstand), Elisabeth Titz, Marco Ehrenleitner und Christoph Maier (Stellvertreter), Birgit Steiner (Schatzmeisterin) und Artur Schultz (Schriftführer).

Als Beisitzer wiedergewählt wurden Eberhard Bauerdick, Stefan Berres, Irmi Brunner, Martin Grampes, Martin Kittel und Peter Stöger. Neu hinzu kamen Alois Huber, Claudia Siemers und Michael Vierling. Auch die Ämter der Kreisdelegierten wurden einstimmig vergeben an Marco Ehrenleitner, Christoph Maier, Marc Nitschke, Artur Schultz, Peter Stöger und Elisabeth Titz.

Eine außergewöhnliche Ehrung erfuhr Stefan Jakob. Für seine 40-jährige Mitgliedschaft erhielt er die Ehrennadel mit vier Sternen. bvd