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Mittagsverpflegung im Umbruch

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Übersee: Corona stoppt bisherige Schüler-Mittagsverpflegung
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In Übersee soll ein neues Konzept für das Mittagessen an Schule und Kindergarten erarbeitet werden. Der Hinterwirt steigt wegen der Corona-Auflagen aus der gemeindlichen Mittagsbetreuung aus.

Übersee – Ein warmes Mittagessen für die Grundschüler gibt es seit zwölf Jahren bereits in Übersee, realisiert von der gemeindlichen Mittagsbetreuung und Familie Trummer vom Hinterwirt. Corona hat diese Einrichtung jetzt jäh beendet. Der Gemeinderat beriet in seiner jüngsten Sitzung auf Antrag der Fraktion »Gemeinsam für Übersee« (GfÜ) nun, wie es weitergehen soll.


Im Raum stehen eine zentrale Mittagsverpflegung für Schulen, Kitas und Kindergärten sowie die Belieferung von Senioren und ein möglicher Umbau der Schulküche. Als eine der ersten Gemeinden im Landkreis, startete in Übersee 2008 das Projekt »warmes Mittagessen für die Grundschulkinder«. Kein abgepacktes und aufgewärmtes Essen, kein Lieferservice, sondern eine frisch gekochte Mahlzeit »vor Ort«. In diesen zwölf Jahren bekamen durchschnittlich 50 Schüler täglich ein warmes Mittagessen. Außerdem stellte der Hinterwirt einen extra Essraum für die Kinder zur Verfügung. Der Preis betrug zuletzt drei Euro pro Kind. Und die freuten sich über ihre täglichen Lieblingsspeisen und dass sie immer so viel essen durften, wie sie wollten.

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»Wir durften immer kommen, auch wenn der Biergarten in der Hauptsaison übervoll war – was für eine Leistung«, erinnert sich Leiterin Konny Mätze von der Mittagsbetreuung dankbar. Aber auch Hinterwirtin Maria Trummer ist voll des Lobes für »ihre Kinder«. Es habe immer alles super geklappt. Respekt zollte sie den Erzieherinnen, die ihre große Truppe im Griff hatten. »Manchmal haben die Kinder sogar kleine Geschenke als Dankeschön für uns gebastelt«, sagte Trummer in einem Gespräch mit unserer Zeitung gerührt.

Dann kam Corona und alles hatte ein Ende. Von heute auf morgen musste die Mittagsverpflegung eingestellt werden. Wie geht es nun weiter? »Wir werden die Verköstigung nach den Sommerferien nicht mehr weiterführen können«, bedauert Trummer. »Wir sind schon jetzt personell unterbesetzt und würden die vielen Auflagen und Hygienevorschriften nicht schaffen.«

Die GfÜ-Fraktion stellte deshalb den Antrag für eine zentrale Mittagsverpflegung für Schulen, Kitas, Kindergärten und Senioren sowie den damit verbundenen Umbau der bestehenden Schulküche. Laut Antrag soll nach einer Bedarfsermittlung ein Mensakonzept erstellt werden mit Personal, Administration, Finanzierung, Fördergeldern und Abgabenpreis.

Zudem sollen ein Großküchenplaner und ein Architekt einbezogen werden für eine Kostenschätzung. Auch über eine Arbeitsgruppe soll entschieden werden.

Der Antrag fiel im Gremium auf ein durchwegs positives Echo. Alle Räte stimmten für eine zentrale Verpflegungsstelle und den Umbau der Schulküche sowie für eine begleitende Arbeitsgruppe.

Noch in der Sitzung hat sich diese Gruppe mit folgenden Teilnehmern formiert: Margarete Winnichner (Die Grünen), Wolfgang Hofmann (BP), Herbert Strauch (FBL), Rupert Kink (CSU) und Uschi Geiger (GfÜ). Die ersten Schritte werden nun eine Bestandsaufnahme und eine Bedarfsermittlung sein. bvd