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Vereinsvorsitzender Stefan Berres (links) und Kommandant Rupert Kink (rechts) beglückwünschten (von links) Stefan Gelder, Richard Polleichtner und Helmut Haumayer zu ihren jeweils 40-jährigen aktiven Dienstzeiten. (Foto: vom Dorp)

Feuerwehr Übersee: An 365 Tagen 24 Stunden im Einsatz

Übersee – Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause fand jetzt wieder eine Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Übersee im Gasthof Hinterwirt statt. Die Pause war zwar gekennzeichnet von wenigen Veranstaltungen, aber dennoch auch von der gewohnten Einsatzbereitschaft. »Wir waren und sind an 365 Tagen rund um die Uhr für die Bevölkerung in Einsatz,« betonte Kommandant Rupert Kink. Alle Feuerwehrler hoffen nun auf ein »normales« Jahr.


Mehr als ein Viertel der 96 Aktiven hieß Feuerwehrvorstand Stefan Berres zur Versammlung willkommen. Viele hätten sich außerdem per Lifestream zugeschaltet, der erstmals angeboten wurde. Insgesamt sprach Berres von 466 Mitgliedern, darunter seien 346 fördernde Mitglieder. Stolz zeigte sich der Vorstand über den einzigartigen Zuwachs bei der Jugend um rund 50 Prozent auf jetzt 16 Personen, davon neun Mädchen.

Wegen der Ansteckungsgefahr durch Corona gab es keinerlei Vereinsaktivitäten. Aber nun freue man sich laut Berres auf die Fahrzeugweihe der drei neuen Fahrzeuge am 21. Mai und das Weinfest am 15. Juli.

Vielfältig war die Liste von Einsätzen in den vergangenen zwei Jahren, über die der zweite Kommandant Michael Stefanutti Bilanz zog. Die Palette reichte von Bränden, technischen Hilfeleistungen, Verkehrsunfällen bis zur Kleintierrettung. Für 2020 war nach seinen Worten das Hochwasser im Gemeindegebiet prägend. Dabei erhielt die Feuerwehr Übersee sogar Unterstützung aus Freising sowie von den Feuerwehren aus den nördlichen Landkreisen und von zwei Feuerwehren aus Niederbayern. Zusammen konnte man an zwei Tagen über 100 Einsätze abarbeiten.

Einer der größten Einsätze 2021 war laut Stefanutti der Brand eines Wohnwagens am Campingplatz Rödelgries, bei dem die Feuerwehrler zusammen mit vielen Kameraden aus dem Achental eine Ausbreitung des Brandes verhindern konnten.

Nach den Worten des zweiten Kommandanten konnte man 2020 insgesamt 223 Einsätze mit 2940 Einsatzstunden und 2021 dann 132 Einsätze mit 2897 Einsatzstunden bewältigen.

Von einer sehr turbulenten Zeit berichtete der Kommandant Rupert Kink. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr durch Corona wurde zwar der Übungsbetrieb 2020 vorübergehend komplett eingestellt. Da aber 2021 drei neue Großfahrzeuge geliefert wurden, mussten die Aktiven in kleinen Gruppen deren Handhabung üben, um die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten.

16.196 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Alles in allem haben die Feuerwehrler in den Jahren 2020 und 2021 insgesamt 16.196 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Darin enthalten sind neben den Einsatz- und Übungsstunden auch Besprechungen und die Gerätepflege.

Neu bei der Feuerwehr ist mit Matthias Strohmayer das Amt eines Pressesprechers. Er soll als Bindeglied zu den Behörden fungieren und die Bevölkerung und die Behörden über aktuelle Gegebenheiten informieren.

Auch im neuen Jahr werden die Überseeer Floriansjünger nicht die Hände in den Schoß legen, wie der Ausblick von Kommandant Kink zeigte. Man wolle auf eine digitale Alarmierung umstellen, eine leichte Einsatzkleidung beschaffen und hoffe auf eine Normalisierung des Übungs- und Einsatzbetriebes sowie der Kameradschaftspflege.

Stolz berichtete Robert Lindlacher in Vertretung von Jugendwartin Sandra Huber, dass das Jugendteam mit 16 Personen noch nie so groß war wie jetzt. Sofern Jugendübungen möglich waren, organisierte ein eifriges Ausbilderteam spannende Übungen und Wissenstests, um die Jugendlichen auf den aktiven Dienst vorzubereiten.

Kassier Michael Grad zeigte sich zufrieden mit den Kassenberichten der beiden vergangenen Jahre. Besonders 2020 konnten nach dem Hochwasser viele Spenden aus der Bevölkerung generiert werden. Im Jahr 2020 gab es einen Gewinn von 7700 Euro und im Jahr 2021 von 5600 Euro. Diese Gelder wurden in die Ausstattung der Feuerwehr, zum Beispiel in eine neue Hochleistungspumpe, investiert.

Für ihre langjährigen Dienstzeiten als aktive Feuerwehrler wurden geehrt: Alexander Wierer, Sandra Huber, Christina Tengler, Daniel Rohrhirsch, Benedikt Huber, Leonhard Ehnle, Maximilian Geppert, Markus Bauer, Sebastian Lindlacher (alle zehn Jahre), Robert Lindlacher, Andreas Egart (beide 20 Jahre), Matthias Strohmayer, Christian Brai, Tobias Plenk, Martin Falkinger (alle 25 Jahre) sowie Michael Stefanutti, Wolfgang Gasser und Andreas Pummer (alle 30 Jahre). Eine besondere Würdigung erfuhren Helmut Haumayer, Stefan Gelder und Richard Polleichtner für ihren jeweils 40-jährigen aktiven Feuerwehrdienst.

Voll des Lobes für die Leistungen und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrler war Bürgermeister Herbert Strauch, vor allem auch für den einzigartigen Zuwachs in der Jugendabteilung. »Macht´s weiter so, Übersee braucht Euch.«

bvd