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Der TSV Übersee ist gerettet

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Die neue Führungsriege des TSV Übersee (von links): Schriftführer Alex Leicher, der neue Vorstand Ulrich Genghammer, Kassierin Gabi Steiner, 2. Vorstand Stefan Berger und Jugendleiter Alex Rohrmeyer. (Foto: vom Dorp)

Die Zitterpartie hat ein Ende: Ulrich Genghammer hat sich bereit erklärt, die Führung des TSV Übersee zu übernehmen, »um den Verein nicht im Regen stehen zu lassen«. Noch vor Kurzem schien es aussichtslos, für die nicht mehr kandidierende Vorstandschaft um Bernhard Jakisch Ersatz zu finden. Es drohte die Auflösung des mit über 1000 Mitgliedern größten Vereins von Übersee.


Die Spannung und das Interesse war bei einer Jahreshauptversammlung des TSV noch nie so groß. Rund 110 Mitglieder waren gekommen. Bereits vor drei Jahren hatte Bernhard Jakisch seinen Rückzug angekündigt. Doch seither waren alle Bemühungen um eine neue Vorstandschaft im Sande verlaufen.

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Erst kurz vor der Jahresversammlung hatte sich Ulrich Genghammer für eine Kandidatur zum Vorstand bereit erklärt. Er begründete diesen Schritt vor der Wahl mit der Verbundenheit zum TSV durch seine 51-jährige Mitgliedschaft. Auch habe er das Ehrenamt in der Gesellschaft immer hoch gehalten und als Neu-Ruhestandler nun Zeit dafür. Seine sportliche Laufbahn beim TSV begann bereits 1967 in der damals gegründeten Schülermannschaft. Genghammer war Sonderschullehrer und in den vergangenen zehn Jahre als Schulleiter in Traunreut für 1000 Schüler und 100 Lehrer zuständig.

Für den TSV sehe er sich aufgrund seines Alters als Übergangslösung, betonte er aber auch in der Versammlung. Er wolle sich in dieser Zeit jedoch tatkräftig für den Verein einsetzen.

Ulrich Genghammer erhielt bei der Wahl das einstimmige Votum der Versammlung. Für das Amt des 2. Vorstands setzte sich der Neu-Kandidat Stefan Berger gegen den bisherigen Amtsinhaber Jakob Steiner durch.

Als einzige Kandidaten wurden Alex Leicher zum neuen Schriftführer und Alex Rohrmeyer zum neuen Jugendleiter gewählt. Gabi Steiner behielt ihr Amt als Kassierin.

Ungewissheit herrschte zunächst über die in der Satzung nicht näher bezeichnete Anzahl der Beisitzer. Man einigte sich schließlich auf acht Personen. Gewählt wurden Georg Göttlinger, Andi Rohrmeyer, Caro Rinser, Theresa Widmann, Benedikt Hagl, Katrin Stephan, Tanja Steiner und Max Speckbacher.

Kontrovers war zuvor der Vorschlag diskutiert worden, ob alle fünf Abteilungsleiter automatisch dem Beirat angehören sollten. Diese Frage soll weiter erörtert und in einer Satzungsänderung ebenso festgelegt werden, wie die Anzahl der künftigen Beisitzer. (Ein ausführlicher Bericht zur Versammlung folgt) bvd