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Bestens gerüstet für das Heimspiel

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Profi-Triathlet Julian Erhardt aus Übersee zeigte in Maxdorf beim Rennen über die Mitteldistanz ein starkes Rennen – und freut sich nun riesig auf seinen Heimwettkampf am Chiemsee.

Zweiter Wettkampf, zweite Top-Platzierung: Der Überseer Prodi-Triathlet Julian Erhardt befindet sich zurzeit in einer Top-Form und unterstrich dies beim Triathlon in Maxdorf im Rahmen des Rhein-Neckar-Cups eindrucksvoll.


Der 25-Jährige (Team Erdinger Alkoholfrei) wurde dort über die Mitteldistanz (2 km Schwimmen, 85 km Radfahren und 20 km Laufen) nämlich Zweiter. Er verteidigte damit auch seinen ersten Platz in der Gesamtwertung. Das erste Rennen des Cups in Mußbach über die Sprintdistanz hatte er ja gewonnen.

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»Ich war besonders mit meiner mentalen Leistung zufrieden«, freute sich Erhardt, »da ich nie aufgeben wollte und mich so am Ende auch mit dem umkämpften zweiten Platz belohnt habe.« Zudem sei er diesmal auch gut mit der Hitze – es hatte über 30 Grad Celsius – zurechtgekommen. »Vor der Hitze habe ich nun keine Angst mehr, lediglich Respekt.«

Nach dem Schwimmen auf dem zweiten Platz

Das Schwimmen verlief recht unspektakulär. »Ich konnte an Position zwei liegend aufs Rad wechseln«, berichtete der Überseer. Auch beim Radfahren schien zunächst alles nach Plan zu laufen. Nur Malte Plappert setzte sich von der Führungsgruppe um Erhardt ab. »In der zweiten Runde konnte ich am Berg Akzente setzen und unsere Gruppe etwas sprengen, sodass nur noch Julian Beuchert und ich nach der Abfahrt übrig waren.«

Der Schock kam dann aber beim Wechseln. »Da hatte ich 6:40 Minuten Rückstand auf Platz eins.« Damit war Erhardt schnell klar: Der erste Platz war so gut wie vergeben und auch die Aussicht auf gute Punkte für die Gesamtwertung schien in weite Ferne gerückt zu sein. Beim Laufen ging zunächst alles gut, der Rückstand zum Führenden verringerte sich etwas, pendelte sich aber zwischen vier und fünf Minuten ein.

Doch dann gab's einen erneuten Rückschlag für Erhardt: »Ich bekam dann wegen der Hitze starkes Seitenstechen, war zu einer Gehpause gezwungen und fiel auf Platz vier zurück.« Irgendwann schaffte es der Überseer aber wieder, ins Laufen zu kommen – der Lohn: Er holte wieder auf und so lief er mit Thomas Heuschmidt und Julian Beuchert das Rennen weiter.

Guter Rhythmus bringt Sprung nach vorn

Heuschmidt verschärfte dann aber plötzlich das Tempo und setzte sich von den beiden Kontrahenten ab. »Ich stellte mich nun vom Kopf her auf einen Kampf um Platz drei ein«, betonte Erhardt. Doch es kam anders. »Glücklicherweise fand ich dann selbst wieder zu einem guten Rhythmus und konnte mich von Julian lösen.« Zwei Kilometer vor dem Ziel kam Heuschmidt dann plötzlich wieder in Sichtweite. »400 m vor dem Ziel lief ich dann wieder auf Platz zwei vor«, freute sich Erhardt. Und auch der Vorsprung des Erstplatzierten Plappert schrumpfte auf 1:05 Minuten.

Mit dieser Energieleistung im Rücken ist Julian Erhardt nun bestens für sein Heimspiel gerüstet: Denn er startet am Sonntag, 25. Juni, wieder über die Mitteldistanz beim Eberl-Chiemsee-Triathlon und möchte dort seinen zweiten Platz aus dem Vorjahr unbedingt bestätigen – auf jeden Fall kann er den Start kaum mehr erwarten: »Das ist Vorfreude hoch zehn!« SB