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Appell zu Zusammenhalt und Fairness

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Für ihre besonderen Verdienste um das Ehrenamt ehrte Bürgermeister Marc Nitschke (Zweiter von links) Ernst Höllmüller (von links), Erika Stefanutti, Johann Mitterer und Martin Kirchleitner. (Foto: vom Dorp)

Übersee – Für rund 120 Überseer, die sich beruflich, vor allem aber ehrenamtlich für den Ort einsetzen, hatte Bürgermeister Marc Nitschke eine Feier zum Jahresabschluss der Gemeinde organisiert. Teil der Feier war die letzte Sitzung des Gemeinderates mit ausschließlich sozialen Themen (hierüber berichten wir gesondert). In seiner Ansprache stimmte er alle Verantwortungsträger und die Bürger aufs Zusammenhalten bei allen Aufgaben ein.


Sein Jahresrückblick richtete sich vor allem auf die erheblichen Investitionen im siebenstelligen Bereich für Sanierungen von Straßen, Kanälen und Brücken sowie Gebäuden. Erfreuliche Entwicklungen gab es laut Nitschke bei den Finanzen. Spontaner Beifall begleitete seine Informationen über den niedrigsten Schuldenstand seit Jahrzehnten.

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Als Höhepunkt des Jahres bezeichnete er die zahlreichen Veranstaltungen zum Festjahr »200 Jahre Übersee«. »Das war ein Zeichen für die Stärke unserer Dorfgemeinschaft«, betonte er. Größte Herausforderungen seien eine ortsgerechte Senioreneinrichtung, Bauland für Familien und Einheimische, die Ausweisung eines neuen Gewerbegebiets sowie die Planung der neuen Ortsmitte mit Gemeinde- und Bürgerzentrum. »Und bei alledem werden wir im Rahmen unseres Ortsentwicklungskonzepts sorgsam darauf achten, dass sich unsere Gemeinde möglichst gesund und lebenswert weiterentwickelt«, sagte er.

Zu den schwierigsten Themen in naher Zukunft zählte er den geplanten Lärmschutz der Bahn mit möglichen Wänden im Ortsbereich und das ausgewiesene Wasserschutzgebiet Aumühle mit bereits laufenden Klagen von Bürgern. Trotz vorauszusehender Diskussionen und Streitereien appellierte er zu fairem und sachlichem Umgang untereinander. Es sei der Zusammenhalt, der Mauern einreißt, so sein Credo.

Sein Dank galt allen anwesenden Ehrenamtlichen und auch allen anderen im politischen, kirchlichen, sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich Tätigen: »Ohne Sie wäre Übersee nicht das, was es heute ist.«

Eine besondere Ehrung erfuhren fünf Überseer Bürger mit Urkunden und Geschenken. Erika Stefanutti war für ihre jahrzehntelangen sozialen Tätigkeiten im Ehrenamt (wir berichteten bereits ausführlich) vor kurzem mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet worden.

Auch die beiden Handballer Johann Mitterer und Ernst Höllmüller hatten für je 40-jährige ehrenamtliche Tätigkeit in der Handballabteilung des TSV Übersee, vor allem in der Jugendarbeit, den Ehrenamtspreis des bayerischen Handballverbandes erhalten. Nitschke sprach hierfür auch die Anerkennung der Gemeinde aus, ebenso wie für Martin Kirchleitner, der seit 25 Jahren als Sanitäter und Fahrer eines Rettungswagens im Einsatz ist. Lob erhielt auch Walter Straßer, der seit 40 Jahren ehrenamtlich bei der Wasserwacht tätig ist. Er hatte dafür vor wenigen Wochen das Ehrenzeichen am Bande des bayerischen Innenministers erhalten. bvd

 


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