Antrag auf Zurückstellung der laufenden Rathausplanungen wurde abgelehnt

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Das Rathaus in Übersee ist in die Jahre gekommen. Pläne für einen Neubau waren bereits vor der Corona-Pandemie in der Schublade gelegen. (Foto: vom Dorp)

Übersee – Die Grünen wollen die Planungen zum Neubau des Rathauses an der Stelle der Alten Schule unbefristet zurückstellen. Ein entsprechender Antrag ist in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats jedoch mehrheitlich abgelehnt worden. Zustimmung fand dagegen der Antrag der Wählergruppe, die Anbindung des jetzigen Rathauses mit dem benachbarten Anwesen Grassauer Straße 6/6a zu überprüfen.


Anton Stefanutti begründete den Antrag seiner Fraktion auf Zurückstellung der laufenden Planungen für den Neubau mit der derzeit unüberschaubaren finanziellen Situation und der unsicheren Aussichten für die künftige Entwicklung. Deshalb solle man auf alle unnötigen oder vermeidbaren Ausgaben verzichten.

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Gegen eine Zurückstellung sprach sich GfÜ-Fraktionssprecher Stefan Haneberg aus: »Unser Rathaus ist auf dem Stand vom vorvorjährigen Jahrhundert, weshalb eine Rückstellung nicht sinnvoll ist.« Auch CSU-Fraktionssprecher Marco Ehrenleitner war der Meinung, »dass wir irgendwann ein neues Rathaus brauchen«. Bis dahin sollte kein Geld für »Notlösungen« ausgegeben werden. Hans Schönberger (FBL) wünschte sich ebenfalls ein neues Rathaus, »wenn es finanziell irgendwie möglich ist«.

Stefanutti machte zwar deutlich, dass eine unbefristete Rückstellung keine grundsätzliche Ablehnung der Planung bedeutet. Dennoch lehnten elf Gemeinderäte eine Rückstellung ab, fünf stimmten dafür.

Aufgeschlossen war das Gremium jedoch für eine mögliche Anbindung des Rathauses an das Anwesen an der Grassauer Straße 6/6a sowohl in technischer als auch in baulicher Hinsicht sowie für einen Verbindungsweg zwischen den Häusern. Mit der Auslagerung einiger Ämter dorthin könnte man den Platzmangel im Rathaus beheben. FBL-Fraktionssprecher Herbert Strauch hielt in diesem Zusammenhang als erstes eine Bedarfsanalyse für wichtig.

Schließlich beschloss das Gremium einstimmig, dass Zweite Bürgermeisterin Margarete Winnichner ein geeignetes Planungsbüro mit der Erarbeitung von entsprechenden Lösungsvorschlägen für die Anbindung beauftragen solle.

bvd


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