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Überseer Feuerwehr startete fulminant in die Festwoche

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Im Rahmen des Tags der offenen Tür zeigte die Überseer Feuerwehr unter anderem den Ablauf bei einem Giftstoffeinsatz. Mit grünen und roten Planen werden kontaminierte und saubere Bereiche gekennzeichnet. Personen, die mit dem Giftstoff in Kontakt kamen, werden mit Hilfe der Dekontaminationsdusche »entgiftet«.

Übersee – Nach zwei kurzen Grußworten von Stefan Berres, 1. Vorsitzende des Feuerwehrvereins, und Bürgermeister Marc Nitschke, die beide der aktiven Mannschaft für ihren ehrenamtlichen Einsatz, den Helfern für die Vorbereitung des Festes und den Überseer Bürgern für die Unterstützung dankten, startete die Überseer Feuerwehr in die Festwoche zu ihrem 150-jährigen Bestehen. Los ging es am Mittwochabend mit dem Bieranstich und dem Tag der Vereine und Betriebe, zu dem die Überseer zahlreich und in Feierlaune erschienen und fast das ganze Festzelt mit 1500 Plätzen füllten. Bürgermeister Marc Nitschke zapfte das erste Fass an.


Tag der offenen Tür

Am Donnerstag zeigte die Feuerwehr beim Tag der offenen Tür, was alles zur Feuerwehrarbeit gehört. In stündlichen Übungen boten die Feuerwehrmänner und -frauen Einblicke in die aktive Feuerwehrarbeit, die nicht nur aus dem Löschen von Bränden und dem Auspumpen von Kellern bei Hochwasser besteht. So führten die Überseeer einen Giftstoffeinsatz mit Atemschutzgeräteträgern in CSA-Anzügen (Chemikalienschutzanzug) vor und erklärten, dass dabei vor allem streng nach kontaminierten Bereichen und sauberen Bereichen zu trennen ist und wie das vonstatten geht. Für die Eindämmung von auslaufendem Gift hat das Rüstfahrzeug schließlich einige Werkzeuge und Materialien an Bord zum Beispiel Dichtkissen, Keile, Wannen etc. Atemschutzgeräteträger brauchen eine spezielle Ausbildung, nicht jeder Feuerwehrler kann dafür eingesetzt werden. Daher ist es wichtig, bei einem Unfall mit giftigen Chemikalien beim Notruf immer gleich die Ziffern des orangefarbenen Schilds auf dem Giftbehälter mit anzugeben. Dann weiß die integrierte Leitstelle und damit auch die Feuerwehr, welche Ausstattung und welche Feuerwehrleute mit zum Einsatz müssen.

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In weiteren Vorführungen zeigten Feuerwehr und THW auch, wie Personen aus einem Unfallfahrzeug geborgen werden, wie mit einer Sauerstofflanze Atemlöcher in Betontrümmer von etwaig zusammengestürzten Gebäuden gebrannt werden und einiges mehr.

Rund um das Feuerwehrhaus konnten sich die Besucher alte Feuerwehrfahrzeuge anschauen, die Feuerwehrräume besichtigen und sich von den Feuerwehrlern Ausrüstungsgegenstände, Maschinen und ihren Einsatz erklären lassen. Beispielsweise wie die Feuerwehr zu heiß gewordene Heuballen abkühlt, ohne das Heu unbrauchbar zu machen. Dazu präsentierten sich viele Partnerorganisationen: Der ABC-Zug München erklärte seine Arbeit bei Katastrophenalarm, das THW bot Vorführungen und eine Hüpfburg, bei der Bergwacht und der Alpinpolizei konnte an einer Kletterwand und an Bierkästentürmen geklettert werden. Die Kinder konnten darüber hinaus mit echten Feuerwehrschläuchen löschen und der Familienstützpunkt Übersee bot im Feuerwehrhaus ein umfangreiches Kinderprogramm an, mit Feuerwehrautos zum Basteln, Quietscheenten-Rennen, Glitzertattoos und eigenen Feuerwehrausweisen für die Kleinen. Selbst der Polizeihubschrauber ließ sich schließlich noch blicken. cos