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Naturschutz-Vorarbeiten für Ortsumgehung Trostberg beginnen

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Foto: Symbolbild (pixabay)

Trostberg – In Vorbereitung auf die Anfertigung auf die Planfeststellungsunterlagen für die Ortsumgehung Trostberg wird ein Planungsbüro im Laufe des Jahres landschaftsplanerische Informationen und Pläne ausarbeiten. Dafür wird in Kürze mit den ökologischen Bestandsaufnahmen rund um die geplante Trasse begonnen.


Im gesamten Planungsgebiet, das sich über ein Gebiet von 500 Metern auf beiden Seiten entlang der geplanten Trasse erstreckt, soll eine flächendeckende Aktualisierung der naturschutzfachlichen Bestandsaufnahmen durchgeführt werden. Außerdem werden die voraussichtlichen Auswirkungen der Umgehungsstraße auf artenschutzrechtlich relevante Tierarten hin untersucht. Dabei handelt es sich laut Angaben des Staatlichen Bauamts Traunstein speziell um Vögel, Amphibien, Reptilien, Fledermäuse und die Haselmaus.

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Für die Bestandsaufnahme der Reptilien werden dort, wo die Lebensräume vermutet werden, sogenannte Reptilienbleche ausgelegt, die als Verstecke für die Tiere dienen und durch Umdrehen kontrolliert werden können. Zum Nachweis der Haselmaus werden in geeigneten Wald- und Gehölzbeständen Nistkästen und -röhren aufgehängt. Wanderer und Spaziergänger sollten die Verstecke nicht berühren oder verändern.

Die Untersuchungen dauern wohl bis in den Herbst 2019, um alle natur- und artenschutzrechtlich relevanten Aspekte des geplanten Eingriffs in Planung und Bilanzierung für die notwendigen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen einbeziehen zu können.

Das Bauamt weist darauf hin, dass diese Bestandsaufnahmen zwingend notwendig sind und Mitarbeiter des Landschaftsplanungsbüros während dieser Vorarbeiten auch Privatgrund betreten werden müssen. Selbstverständlich werde im Rahmen dieser ökologischen Kartierungen darauf geachtet, diese möglichst schonend durchzuführen, so das Bauamt in seiner Mitteilung.

Zukünftiger Straßenverlauf der Trostberger Ortsumfahrung:

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Die Ortsumfahrung für Trostberg Foto: Staatliches Bauamt Traunstein

Allein sechs Projekte an B299 und B304

Zahlreiche millionenschwere Großbauprojekte sind bis 2030 am Verkehrsnetz im Chiemgau geplant. Vergangenes Jahr wurde bereits mit den Arbeiten am Aubergtunnel für die Ortsumfahrung Altenmarkt begonnen. Neben dem rund 18 Millionen Euro teuren Tunnel, der im ersten Bauabschnitt bis Ende 2020 fertiggestellt werden soll, sind in den Kreisen Traunstein, Altötting und dem Berchtesgadener Land noch weitere Großprojekte in Planung.

Insgesamt neun Baumaßnahmen des Bundesverkehrswegeplans 2030 mit "vordringlichem Bedarf" sollen bis 2030 realisiert werden. Allein sechs davon betreffen die Bundesstraßen 299 und 304 zwischen Garching, Obing und Matzing.

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Allein für die B299 und die B304 sind sechs Ortsumfahrungen geplant. Die Projekte sollen nach und nach bis 2030 abgeschlossen werden. (Grafik: Staatliches Bauamt Traunstein)

Konkret stehen folgende Projekte an:

  • Umfahrungen von Trostberg, Tacherting und Garching (B299)
  • Altenmarkter Ortsumfahrung (B299/B304)
  • Obing (B304)
  • Matzing/Nunhausen (B304)
  • Bad Reichenhall (B20 und B21)
  • Hammerau (B20)
  • Laufener Ortsumfahrung (B20)
  • Burghausen (B20)