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Über 300 Schüler aus der Region drehten kreative Trickfilme ab

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Mit Hilfe von Tablets erstellten und bearbeiteten die Schüler in der Filmwerkstatt vor dem Stadtkino kurze Clips.

Trostberg – Die Nachfrage war riesig: Mehr als 300 Kinder und Jugendliche aus der gesamten Region beteiligten sich an den Oberbayerischen Trickfilmtagen im Trostberger Stadtkino, die anlässlich der Chiemgauer Kulturtage stattfanden.


Für Schüler gab es die Möglichkeit, ihre im Unterricht selbst produzierten Trickfilme zu zeigen und ihr Wissen zum Thema Film zu vertiefen.

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Für die Kinder war es natürlich etwas Besonderes, ihre eigenen Filme auf der großen Leinwand zu sehen. So erklärt sich auch die rekordverdächtig hohe Zahl der eingereichten Filme: 40 Streifen wurden an beiden Vormittagen in drei Blöcken gezeigt. Darunter zum Beispiel die »Brennessel-Geschichten« von der Grundschule Chieming, »Ferien auf dem Bauernhof« von den Schülern der Grundschule Seeon und eine filmische Auseinandersetzung mit ihrem Biotop der Grundschüler aus Petting. Der Waldkindergarten Traunstein stellte den jüngsten Filmnachwuchs. Leicht verrückt anmutende Drehbücher á la »Wie sich Kornelius Karpfen verliebte« erinnern sogar an Kinohits aus jüngster Vergangenheit: Die Viertklässler aus Waging verfilmten die Geschichte eines Karpfens, der eine Leidenschaft für eine in den Teich gefallene Gurke entwickelt.

Den Kindern und ihren Lehrern machte das Trickfilmprojekt großen Spaß. Unterrichtsinhalte ließen sich dabei spielerisch vermitteln, so Grundschullehrerin Anita Steinmaßl aus Waging. »Die Kinder sind über mehrere Wochen begeistert bei der Sache. Bei der Entwicklung der Geschichte und dem Schreiben des Drehbuchs haben sie zwei Wochen Deutschunterricht, ohne dass sie es merken.« Durch die Arbeit im Team verbesserte sich der Umgang untereinander und auch die Fähigkeit, Kompromisse zu finden.

Trickfilm schafft dazu eine Verbindung mit moderner Technik. Die Motive nahmen die Kinder mit Hilfe von Tablets und einem Miniaturstudio, der Trickfilmbox, auf, eine App fügte die Bilder zu einem Film zusammen. Die Medienpädagogen von Q3, dem Quartier für Medien, Bildung und Abenteuer in Traunstein, führten die Workshops an den Schulen durch und erlebten jedes Mal aufs Neue, wie leicht sich Grundschüler mit der Technik tun. »Die Vermittlung eines sicheren aber auch kreativen Umgangs mit Computern, Smartphones und verschiedenen Programmen ist nach wie vor nicht Teil des Lehrplans, obwohl Medienkompetenz eine immer bedeutendere Fähigkeit in unserer digitalen Welt darstellt«, so Q3-Geschäftsführer Danilo Dietsch.

Neben den Filmvorführungen fanden vor dem Kino auch Workshops statt. Beim Schminken, Verkleiden und Fotografieren hatten die Schüler großen Spaß und einige zeigten Talent für die Tricks in der Zirkuswerkstatt. In der Geräuschewerkstatt lernten sie, dass sich an Geschirrtüchern zerren wie Herzklopfen anhört. Und vor der grünen Leinwand im TV-Studio durften sie zum Beispiel als Nachrichtensprecher in Aktion treten. fb