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Einen großes Peace-Zeichen aus Kerzenlichtern bildeten die Teilnehmer einer Kundgebung auf dem Stadtplatz in Traunstein in Gedenken an die Opfer des russischen Angriffskriegs. (Foto: M Peter)

Zeichen des Friedens in Traunstein

Traunstein – Ein ruhiges, aber nicht minderstarkes Zeichen für den Frieden setzten die Jugendorganisationen verschiedener Parteien mit einer Kerzenlicht-Kundgebung auf dem Stadtplatz. 


Kundgebungsleiter und Friday-for-Future-Aktivist Luca Barakat freute sich, dass so viel Leute gekommen sind und mit den Kerzen in der Hand an die Menschen in der Ukraine denken. Bevor es zum stillen Gedenken an die Opfer des Kriegs kam, trugen die Vertreter der Jugendorganisationen ihre Gedanken vor und formten mit vielen Helfern und Teilnehmern aus Teelichtern ein großes Peace-Zeichen vor der Stadtkirche St. Oswald.

Es sei ein trauriger Grund für ein Treffen, sagte etwa Max Richter, Kreisvorsitzender der Jusos. Der Krieg, nur rund zwei Flugstunden von uns entfernt, gehe von einem machtbesessenen Herrscher aus und nicht vom russischen Volk. Darum dürfe man auch keinen Groll gegen das Volk hegen, so Richter. Auf den Vernichtungsfeldzug im Zweiten Weltkrieg in der Ukraine ging Martin Zillner von der Grünen Jugend ein. Es sei damals viel zu wenig auf die Opfer geschaut worden. Darum müssten wir jetzt sofort auf die Opfer schauen und helfen, betonte er.

Der »unsägliche Angriffskrieg« dauere nun schon 14 Tage, sagte Manuela Pertl von der Initiative für Flüchtlingsrechte im Landkreis. Dieser Krieg in Europa würde alle erschüttern. Die Solidarität gelte den Menschen in der Ukraine und den mutigen Leuten, die in Russland gegen den Krieg auf die Straße gingen. »Es ist ein Tag der Mahnung und des Innehaltens!«, sagte die JU-Kreisvorsitzende Hannah Schroll. Der Krieg in der Ukraine gehe uns alle an. Die Zahl der Toten sei jetzt schon unüberschaubar und jedes Opfer hatte eine Familie. »Wir sind mit den Gedanken bei den Familien«, schloss Schroll. Der Kreisvorsitzende der Jungliberalen, Franz Farthofer, meinte, dass es nicht sein dürfe, dass wir nach dem Zweiten Weltkrieg wieder einen Krieg in Europa mit vielen Toten, Verletzten und Geflüchteten hätten.

MP

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