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Wirtschaftsjunioren besichtigten Baustelle an der Klosterkirche

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(v.l.) Archtiekt Färbinger, Oberbürgermeister Christian Kegel, Vorstandsmitglied WJ Monika Althammer, 2. Vorstand WJ Ralf Raacke

Traunstein – Eine dringend notwenige Sanierung, geschützte Baudenkmäler und zahlreiche historische Gemälde. Auf der anderen Seite steht die öffentliche Debatte über die stetig steigenden Kosten und den Zeitplan. Die Wirtschaftsjunioren Traunstein konnten sich bei einer Besichtigung nun einen persönlichen Eindruck verschaffen.


Die Wirtschaftsjunioren sind ein Netzwerkverband für Führungskräfte und Unternehmer unter vierzig Jahren. Deutschlandweit hat der Verband über 10.000 Mitglieder und verantwortet 300.000 Arbeitsplätze bei einem Gesamtumsatz von rund 120 Milliarden Euro. Ihre Ziele liegen in der wirtschaftlichen Unterstützung der Region, sowie dem Austausch und der Entwicklung der jungen Mitglieder.

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Zusammen mit dem Architekten und Bauleiter Herrn Färbinger und dem Kirchenrestaurator Herr Oberüber führte Herr Kegel die 13 Besucher über das Baustellen-Gelände. Fachliche Unterstützung bekam der Oberbürgermeister von seinem Vorgänger und langjährigem Wirtschaftsjuniorenmitglied Manfred Kösterke, der viel zur Vorgeschichte beitragen konnte.

Die Sanierungsarbeiten an dem Gebäudeensemble Klosterkirche sowie dem dazugehörigen Südflügelgebäude laufen auf Hochtouren. Blickt man von außen auf das Gelände, ist noch nicht viel zu sehen, da die Sanierung bisher im Untergrund und im Inneren des Gebäudes stattfindet.

Die Klosterkirche mitsamt dem angebauten Südflügel steht unter Denkmalschutz. Ihre Erhaltung ist aus geschichtlichen und städtebaulichen Gesichtspunkten im Interesse der Allgemeinheit. Die Baustellenbesichtigung startete im Südflügel, welcher weitestgehend ausgehöhlt ist, denn die inneren Wände und Decken wurden bereits ausgebaut. Die denkmalgeschützte Hülle des Südflügelgebäudes, bestehend aus dem Dach und der Außenfassade samt Fenster, werden mit aufwendigen Stützkonstruktionen gesichert.

Die Wirtschaftsjunioren erhielten die außergewöhnliche Gelegenheit, zu den aufwendigen Restaurierungsmaßnahmen der wunderbaren Malereien am Kirchengewölbe aufzusteigen. Im Anschluss erfolgte der Aufstieg über das Gerüst der Außenfassade zum Dachstuhl der Klosterkirche sowie der Apsis. Da jeder Baustein der Klosterkirche unter Denkmalschutz steht, wird der Dachstuhl nicht als Gesamtes ersetzt. Stattdessen wird jedes Teilstück der Holzbalken in Rücksprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege einzeln bewertet und individuell saniert. Die Gesimse waren nicht zu erhalten und wurden originalgetreu nachgebaut.

Am angrenzenden Pausenhof der Ludwig-Thoma-Grundschule bzw. im Bereich des geplanten Foyeranbau der Klosterkirche wurden im Zuge der Grabungsarbeiten Bodendenkmäler gefunden. Diese wurden freigelegt und bestandstechnisch erfasst. Anschließend erfolgte der Abbruch der Bodendenkmäler. In diesem Bereich werden zukünftig unterkellerte Lager- und Technikräume eingerichtet. Das Kellergeschoss stellt unter anderem eine unterirdische Verbindung zwischen der Apsis der Klosterkirche und dem Südflügel her. Bei der Dimensionierung der Kellerdecke wurde die Option offen gehalten, oberhalb eine "Kleinkunstbühne" errichten zu können.

Nach der Baustellenführung wurde noch in kleiner Runde diskutiert. Die ersten Veranstaltungen sind bereits mit Spannung zu erwarten.

Text und Bilder: Wirtschaftsjunioren Traunstein

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