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»Wir wollen keine Chance auslassen«

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Die Musikschule soll saniert werden. Sie ist eine von drei geplanten Projekten in Traunstein, bei denen sich die Stadt um eine Förderung des Bundes bewirbt. (Foto: Reiter)

Traunstein – Einhellig stimmte der Traunsteiner Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung für die Teilnahme am Bundesförderprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur – und hier ganz konkret in Bezug auf drei Projekte in Traunstein. »Ich will gleich etwas auf die Euphoriebremse drücken, denn das Geld wird auf ganz Deutschland verteilt«, sagte Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer. »Aber wir wollen selbstverständlich keine Chance auslassen.«

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Ganz konkret bewirbt sich die Stadt um eine Förderung für folgende geplante Maßnahmen: Die Sanierung der Sporthalle an der Ludwig-Thoma-Grundschule (angenommene Gesamtkosten von 2,9 Millionen Euro), den Ersatzneubau der Turnhalle Kammer (geschätzte Kosten von 3,2 Millionen Euro) und die Gesamtsanierung der Musikschule (Kostenschätzung von 2,5 Millionen Euro).

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags beschließt im ersten Quartal 2021 über die vorgesehenen Projekte. Der Förderanteil aus dem Bundesprogramm läge bei 45 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Die Umsetzung der Maßnahme hätte bis spätestens 2025 zu erfolgen, wie es in der Beschlussvorlage heißt. Insgesamt stehen Bundesmittel in Höhe von 600 Millionen Euro zur Verfügung.

Stefan Namberger (CSU) sprach bei »Wünsche und Anfragen« die Verkehrs-situation an der Hochfelln- und Zwieselstraße an. Da sei alles zugeparkt, sodass Autofahrer oft 100 Meter auf der Gegenfahrbahn fahren müssten, bis sie wieder einscheren könnten. Oberbürgermeister Hümmer sagte zu, dass man sich das ansehen werde.

Isabelle Thaler (CSU) stellte mit Oswald Schraml, Ingrid Buschold und Erhard Tausch den neuen Vorstand des Traunsteiner Seniorenbeirats vor und betonte: »Sie sind auch schon sehr fleißig gewesen.« Sie sprach im Namen der Mitglieder zwei Stellen in der Stadt an – den Übergang beim Zebrastreifen am Bahnhof, der aufgrund der Pflastersteine »sehr holprige« sei. Außerdem fragte sie nach der Möglichkeit eines Übergangs an der Wasserburger Straße auf Höhe der AOK und des Ärztehauses auf der anderen Seite. Auch hier sagte der Oberbürgermeister zu, dass man sich die beiden Stellen ansehen werde.

Helga Mandl (Grüne) fragte nach, ob nun alle Schüler Leihgeräte hätten fürs Homeschooling. »Es wurde ja festgestellt, dass es zu wenige waren«, sagte sie.

Das bestätigte Kämmerer Reinhold Dendorfer. »Wir haben in einer ersten Runde 134 Notebooks und Tablets bestellt, in einer zweiten Runde noch einmal 48. Das ist genau die Zahl, die von den Schulen angefordert wurde.«

Denis Holl (SPD/Die Linke) sprach den Blick von der Weinleite aus an. Dort sei alles ziemlich zugewachsen. »Sind wir da zuständig?« fragte er und betonte, da sollte ausgeholzt werden. Auch das werde man sich ansehen. »Ob wir zuständig sind, hängt davon ab, wo genau«, sagte der Oberbürgermeister.

Bäcker und Stadtrat Klaus Schneider (CSU) hatte Stollen dabei. »Greift zu«, betonte er. Vier davon seien auf dem Weg in den Vatikan zum emeritierten Papst Benedikt XVI., berichtete er. KR

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