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»Wir wollen frei atmen können« – Wieder Protest gegen Corona-Maßnahmen in Traunstein

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Einer der Redner war Herbert Buchner aus Siegsdorf: »Wir sind Bürger eines freien Landes. Wir wollen frei atmen können.« (Foto: Pültz)

Traunstein – Gegen die von der Regierung angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie demonstrierten rund 200 Bürger auf dem Stadtplatz. Veranstalter der neuerlichen Kundgebung war wieder die Initiative Querdenken – 861 Traunstein.


»Wir müssen uns gemeinsam wehren«, betonte Franz Lindlacher aus Staudach-Egerndach. »Wir dürfen uns nicht gegeneinander ausspielen lassen«. Lindlacher forderte Landrat Siegfried Walch auf, die Maskenpflicht für Grundschüler fallen zu lassen. In diesem Fall wären die Bürger dann »dankbar und stolz« auf ihren Landrat.

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Hubert Koch aus Inzell – er übernahm die Moderation – verwies auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und erläuterte, sie vertrete die Ansicht, dass das Coronavirus nicht gefährlicher sei als das Grippevirus. Laut Koch stehen die Maßnahmen, die die Regierung beschlossen hat, im Widerspruch zu dieser Einschätzung der WHO. »Dennoch haben wir Respekt vor der Krankheit«, unterstrich Koch. »Da können Leute auch sterben.«

Eine Reihe von Rednern meldete sich zu Wort. Unter anderem stellte sich auch Erwin Zeh aus Bad Aibling ans Mikrofon. »Die Maske ist kein Virenschutz, sondern ein Bußgeldschutz«. meinte er. Sie zu tragen sei überflüssig. 70 Prozent der Corona-Patienten hätten eine Maske getragen, seien dann aber trotzdem an Covid erkrankt. »Da frage ich mich schon, was die Maske bringen soll.«

Die Pandemie werde »herbeigeredet«, von einer Seuche, wie etwa die Hepatitis B eine sei, könne keine Rede sein. In der Politik habe man das Corona- als »Killervirus« dargestellt, doch alle Prophezeiungen, die sie damit verbunden habe, seien letztlich nicht eingetreten.

Den Lockdown, den Bund und Länder nun angeordnet haben, bezeichnete Zeh als »total unbegründet«. Und er betonte weiter: »Keiner der Großkopferten hat gesagt, dass es für uns Menschen wichtig wäre, das eigene Immunsystem zu stärken.«

Neben weiteren Rednern ergriff auch Herbert Buchner aus Siegsdorf das Wort. Er engagiert sich, wie er sagte, ehrenamtlich als Seelsorger in Altenheimen und Krankenhäusern. Und er berichtete, dass der erste Lockdown mit den damit verbunden Besuchsverboten eine »ganz schwere Zeit« für die Betroffenen gebracht habe. Alte und Kranke seien isoliert und allein gewesen. Und mit Blick auf den zweiten Lockdown, der nun anstehe, meinte er: »Ich habe Angst, dass es jetzt wieder so wird – vielleicht sogar noch schlimmer.« Buchner betonte, dass diese Menschen Nähe, Begleitung und Seelsorge brauchen, »der Tod gehört zum Leben«.

Buchner warnte davor, zu glauben, »dass alle an Corona sterben«. Wenn Ministerpräsident Markus Söder sage, dass sie nun reihenweise an Corona sterben, so sei diese Aussage eine Lüge. Er, Buchner, habe Menschen begleitet, die nicht an, sondern mit Corona gestorben seien, sie hätten an andere Krankheiten gelitten.

Als »Weg aus der Krise« empfahl Buchner, die Risikogruppen gezielt zu schützen. Wer nicht gefährdet ist, soll ihm zufolge ein »normales Leben« führen können. »Wir sind Bürger eines freien Landes. Wir wollen frei atmen können.«

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