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Wanderungen in der Natur sind besonders beliebt

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Traunstein: Wanderungen und Führungen in der Natur sind besonders beliebt
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Regelmäßig gehen Gästeführer mit Gruppen durch die Stadt und hinaus in die Natur. Im vergangenen Jahr erfolgten 145 Spaziergänge und Wanderungen. Insgesamt beteiligten sich an diesen Führungen 2610 Personen.

Traunstein – An 145 Spaziergängen und Wanderungen, die die Stadt im vergangenen Jahr angeboten hat, beteiligten sich insgesamt 2610 Personen. Auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts sagte Josef Späth, der Sachgebietsleiter Tourismus und Veranstaltungen in der Stadtverwaltung, dass vor allem die Naturführungen besonders beliebt gewesen seien.


2018 hatte die Stadt bei 127 Führungen 2193 Teilnehmer gezählt. 2019 war die Zahl der Rundtouren dann größer, weil die Kommune das Salzjubiläum feierte und aus diesem Anlass einige Führungen mehr in ihr Programm aufnahm.

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Breit ist die Palette an Unternehmungen, die die Stadt für Einheimische und Urlauber anbietet: Drei Kultur- und sieben Naturführungen stehen aktuell auf dem Programm. Gästeführer, die eine Aufwandsentschädigung erhalten, begeben sich immer wieder mit Gruppen auf die Reise.

Ganz oben auf der Liste der Kulturführungen steht der traditionelle Stadtspaziergang: ein Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten im Zentrum. Auf einer Salinenführung wandeln die Teilnehmer auf den Spuren, die das Salz, das »weiße Gold«, in Traunstein hinterlassen hat. Und auf einem kulinarischen Spaziergang kann man Traunstein von einer ganz anderen Seite her kennenlernen.

Während diese Kulturführungen ganzjährig stattfinden – also auch jetzt im Winter, veranstaltet die Stadt die Naturführungen in der Regel immer erst dann, wenn Eis und Schnee geschmolzen sind, und die Temperaturen wieder ansteigen. Das Angebot reicht von Wanderungen, die in die Welt der Kräuter führt, über Führungen, die sich zum Ziel setzen, so das Motto, »Traunsteins Grün mit allen Sinnen zu entdecken«, bis zu Abendspaziergängen, die dorthin gehen, wo die Fledermäuse hausen. Und wenn im Herbst die Schwammerl aus dem Boden schießen, dann geht's hinaus in den Wald.

»Derzeit können der Stadtspaziergang, der Salinenweg sowie der kulinarische Spaziergang auf Anfrage von Gruppen gebucht werden«, sagt Späth. »Beim Stadtspaziergang stehen uns vier Gästeführer zur Verfügung, beim Salinenweg drei und beim kulinarischen Spaziergang ebenfalls drei Personen.«

Späth sagt, dass die Führungen, die die Stadt über das Jahr verteilt anbietet, auch dann stattfinden, wenn die Zahl der Teilnehmer gering ist. So erläutert der Sachgebietsleiter, dass der Stadtspaziergang, der am Dienstag und am Donnerstag auf dem Programm steht, auch dann starte, wenn sich nur ein oder zwei Interessierte einfinden. »Nur selten erfolgen Absagen«, sagt Späth. Wer an einer der Stadtführungen teilnehmen will, muss sich im Vorfeld nicht anmelden. Wer kommt, kann mitgehen. Eine Anmeldung ist hingegen schon erforderlich, wenn man an den Naturführungen teilnehmen möchte – und in diesen Fällen muss man dann mitunter schnell sein, um einen Platz zu erhalten und mitgehen zu dürfen.

Die Naturführungen seien, wie Späth berichtet, sehr beliebt. Die Erfahrung zeige, dass sie in der Regel »relativ schnell ausgebucht sind«. Groß sei das Interesse auch – in diesem Fall sind die Plätze ebenfalls begrenzt – am kulinarischen Spaziergang.

Nicht mehr in ihrem Angebot hat die Stadt die »Salzmaier-Führung«. Sepp Knott hat aufgehört, verkleidet als oberster Beamter, der früher die staatliche Saline in Traunstein geleitet hatte, Gruppen durch Traunstein zu führen (wir berichteten). Und die Stadt verzichtet darauf, einen Nachfolger in Dienst zu stellen. »Herr Knott war als Salzexperte für die Rolle als Salzmaier einzigartig und soll es auch weiterhin bleiben. Daher wird der Posten als Salzmaier nicht mehr neu besetzt.«

Späth betont: »Wir sind dabei, eine neue Führung zu planen, die sich rund um das Thema Salz und die Traunsteiner Saline dreht.« pü

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