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Viel heimische Zustimmung für Scholz als Kanzler-Kandidaten der SPD

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Traunstein: Viel heimische Zustimmung für Scholz als Kanzler-Kandidaten der SPD
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Der derzeitige Finanzminister Olaf Scholz will Bundeskanzler werden. (Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Traunstein – Mit der frühen Bekanntgabe von Olaf Scholz als Kanzlerkandidat überraschte die SPD-Spitze diese Woche. Der Name Scholz war dabei weniger überraschend als der Zeitpunkt – immerhin über ein Jahr vor der Bundestagswahl. Das Traunsteiner Tagblatt befragte Bürger und SPD-Mitglieder zu der Entscheidung:


Ludwig Meindl sieht die Kanzlerkandidatur von Scholz positiv. »Scholz ist als Finanzminister sehr gewissenhaft. Er ist die einzige Chance für die SPD«, sagt Meindl.

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Auch Gertrud Walschwingler hält Olaf Scholz für einen guten Politiker. »In der Corona-Krise hat er Stärke bewiesen, warum sollte er es als Kanzlerkandidat nicht auch schaffen?«

Roland Letzer hält Scholz generell für geeignet. Doch sieht er ein Problem bei der SPD: »Die SPD schafft es immer wieder, die Chance ihrer Kandidaten selber kaputt zu machen.«

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Roland Letzer findet Scholz als Kanzlerkandidaten geeignet.

»Mit dem Vorschlag Scholz lenkt die SPD doch nur von den Führungsproblemen des SPD-Parteivorstandes ab«, sagt dagegen Werner Klengel. »Der Zug der SPD ist abgefahren. Auch mit Olaf Scholz schafft es die SPD nicht über die 15 Prozent.«

Das Ehepaar Lohr ist nicht begeistert von der Arbeit der SPD. Olaf Scholz hält es deswegen auch nicht für einen geeigneten Kanzler. »Ich wähle sicher die CDU«, so Andreas Lohr.

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Das Ehepaar Lohr hält nichts von der SPD. Auch Kanzlerkandidat Scholz erscheint ihnen ungeeignet.

Andreas Kaiser findet die Entscheidung gut. Ihn stört nur die Euphorie, die um Scholz gemacht wird. Er ist der Meinung, dass es die Pflicht einer Partei ist, einen Kanzlerkandidaten festzulegen – »Scholz ist nichts Neues. Von der SPD ist er allerdings der beste Mann.«

Für Georg Gnadl kommt der Vorschlag von Olaf Scholz zu früh. »Die SPD soll sich um Wichtigeres kümmern«, meint er.

Das sagen die SPD-Parteigenossen

Die SPD-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler betont: »Ich stehe, wie im Übrigen auch die SPD-Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion, voll und ganz hinter der Kandidatur von Olaf Scholz und wir freuen uns, dass er bereit ist, für die SPD ins Rennen zu gehen.« Sie schätzt die Erfahrung von Olaf Scholz sowohl in der Bundesregierung, im Parlament, als auch auf Länderebene. »Mit Olaf Scholz liegt der Fokus auf sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Stärke zugleich. In Anbetracht der vor uns liegenden Herausforderungen ist diese Kombination sehr wichtig für einen künftigen Bundeskanzler.«

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Dr. Bärbel Kofler steht hinter der Entscheidung. Sie schätzt vor allem die Erfahrung von Scholz.

Stellvertretender Landrat Josef Konhäuser hält Scholz für die richtige Entscheidung. Er sei als »erfolgreicher Finanzminister und Vizekanzler genau der Richtige«. Auch der Zeitpunkt sei gut gewählt. »Bei den früheren Wahlen waren wir immer später als die anderen dran. Diesmal haben wir die anderen Parteien unter Druck gesetzt. Die SPD hat nichts zu verlieren, sondern kann nur gewinnen«, so Konhäuser.

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Josef Konhäuser ist der Meinung, dass die SPD nichts zu verlieren hat. »Sie kann nur gewinnen.«

Der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Sepp Parzinger, zugleich stellvertretender Juso-Bundesvorsitzender, betont, dass die SPD bei der nächsten Bundestagswahl als »gemeinsames Team« antritt. »Im letzten Jahr hat die Partei einen guten Weg eingeschlagen und durch ihr neues Sozialstaatskonzept viele Fehler der Vergangenheit hinter sich gelassen. Ich erwarte von Olaf Scholz, dass er dieses fortschrittliche Programm, von dem 95 Prozent der Bevölkerung massiv profitieren würden, als Grundlage für seine Kandidatur nimmt.« Parzinger findet es gut, dass der Kandidat schon jetzt fest steht. »Dadurch verhindern wir einen monatelangen parteiinternen Wahlkampf, wie es ihn in der CDU/CSU gerade zu beobachten gibt.«

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Sepp Parzinger ist überzeugt, dass die SPD als »gemeinsames Team« antritt.

Traunsteins Altoberbürgermeister Fritz Stahl zeigt sich erfreut über den Beschluss des SPD-Parteivorstands zugunsten von Olaf Scholz. »Seine reiche bundes- und landespolitische Erfahrung, sein souveränes Krisenmanagement und das verbindliche staatsmännische Verhalten sind meines Erachten Garant dafür, vom Parteitag offiziell aufgestellt und vor allem von den Bürgern akzeptiert zu werden.«

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Fritz Stahl betont das souveräne Krisenmanagement von Scholz.

aha

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