weather-image
29°

Verkehrsführung in Haslach auf Prüfstand

4.0
4.0
Traunstein: Verkehrsführung in Haslach auf Prüfstand
Bildtext einblenden
Viel Verkehr herrscht in Haslach an der Einmündung der Axdorfer Straße (rechts) in die Hochstraße. Diesen »neuralgischen Punkt«, so Stadtplaner Elmar Schwäbisch, will die Stadt jetzt entschärfen. (Foto: Pültz)

Traunstein – Die Stadt zieht in Erwägung, die Verkehrsführung in Haslach neu zu regeln. Um Stockungen und Stauungen zu verringern, nimmt sie zwei Varianten ins Visier: Zum einen könne man, so die Verwaltung im Rathaus, einen Kreisverkehr an der Einmündung der Axdorfer in die Ruperti- beziehungsweise Hochstraße bauen. Zum anderen sei aber auch denkbar, diesen Bereich so umzugestalten, dass künftig die Autofahrer, die von Axdorf nach Traunstein unterwegs sind, die Vorfahrt erhalten. Der Planungsausschuss des Stadtrates hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, Fachleute einzuschalten und Lösungsmöglichkeiten im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersuchen zu lassen. Von der Verwaltung seien die Kosten zu ermitteln.


Haslach droht allmählich im Verkehr zu ersticken. Immer mehr Autos fahren auf der Hochstraße mitten durch die Ortschaft, auch Lastwagen über Lastwagen schlängeln sich an der Kirche vorbei. Immer mehr Gewerbe hat sich in den vergangnen Jahren und Jahrzehnten in diesem Stadtteil angesiedelt. Wie auf der Hoch- hat der Verkehr auch auf der Axdorfer Straße zugenommen. Weil die Autofahrer auf einer untergeordnete Straße unterwegs sind, müssen sie an der Einmündung in die übergeordnete Hochstraße beziehungsweise in deren Verlängerung stadteinwärts, in die Rupertistraße, stehen bleiben. Vor allem Linksabbieger müssen oft warten. Die Folge: Immer wieder ergeben sich Stockungen und Stauungen.

Anzeige

Stadtplaner Elmar Schwäbisch sprach im Planungsausschuss von »zahlreichen Problemen« in Haslach. Die Einmündung der Axdorfer in die Hochstraße sei ein »neuralgischer Punkt«. Die Stadt habe mit dem Staatlichen Bauamt Kontakt aufgenommen. Die Behörde sei gesprächsbereit, sie könne sich »einiges vorstellen«. Als Staatsstraße 2105 beziehungsweise 2095 fallen die Hoch- und die Axdorfer Straße in deren Zuständigkeitsbereich. Als »Lösungsansätze« für eine Umgestaltung der Einmündung der Axdorfer in die Hochstraße stellte Schwäbisch entweder die Errichtung eines Kreisverkehrs oder bauliche Veränderungen zur Debatte, die den Autofahrern von Axdorf nach Traunstein die Vorfahrt geben. Letztlich gehe es darum, den Verkehr in Haslach zu beruhigen.

Dr. Christian Hümmer (CSU) hielt Untersuchungen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie für »sehr positiv«. Die Entwicklung im Süden habe zu einem »extrem hohen Verkehrsaufkommen« geführt. Uwe Steinmetz (UW) sprach von einem »Verkehrsbrennpunkt«. Steinmetz: »So kann es nicht bleiben. Es muss etwas geschehen.« Zu berücksichtigen sei unter anderem insbesondere auch, dass der Weg zur Schule durch diesen Bereich führt. Er sprach sich für den Bau eines Kreisverkehrs aus. Auch Walburga Mörtl-Körner (Bündnis 90/Die Grünen) hielt die Verkehrssituation in Haslach für »sehr problematisch«. Etwas zu machen sei »sehr positiv«.

Stefan Namberger (CSU) sagte, dass die Autofahrer, die von der Axdorfer nach links in die Rupertistraße einbiegen wollen, arm dran seien. Denn sie müssten oft lange warten. Namberger führte in diesem Zusammenhang weiter aus, dass zur Bewältigung der Verkehrsprobleme in Haslach ein Projekt von besonderer Bedeutung sei: die Verlängerung der Südspange bis zur Chiemseestraße. Erst wenn die Umfahrung geschlossen werde, sei eine spürbare Entlastung vorstellbar.

Dritte Bürgermeisterin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner (SPD) erinnerte daran, dass viele Autofahrer Schleichwege benutzen. Die Stadt habe schon »alle möglichen Verrenkungen« unternommen, um das Ausweichen auf Nebenstrecken zu unterbinden. Der Erfolg sei jedoch ausgeblieben. Als Beispiel nannte Wiesholler-Niederlöhner die Zwieselstraße. Josef Kaiser (UW) meinte, dass ein Kreisverkehr kein Allheilmittel sei. Schließlich würde in diesem Fall die Sicherheit – vor allem und gerade für die Fußgänger – nicht besser. pü