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Pech gehabt: Die Trachtler stellten den Maibaum auf – und dann brach die Krone des Baums ab, weil sie vermutlich zu schwer war. (Foto: Archiv Hobmaier)

Vereinsleben der Trachtler in Rettenbach hat wieder Fahrt aufgenommen

Traunstein – Die Rechenschaftsberichte der Vorstandsmitglieder des GTEV Rettenbach in der Herbstversammlung im Gasthaus Jobst in Rettenbach waren allesamt von der Freude getragen, dass das Vereinsleben wieder Fahrt aufgenommen hat. Für Aufsehen in diesem Jahr hatte der Maibaum gesorgt, den die Aktiven zusammen mit den Dieben aus Surberg aufstellten. Die Krone brach ab, weil sie vermutlich zu schwer war.


»Den Coronaschlaf haben wir hinter uns gelassen«, so das Fazit von Vorstand Franz Maier. In seinem Rückblick erinnerte er unter anderem an den Ehrenabend des Gauverbands I – und an das Maibaumaufstellen. »Für großes mediales Interesse hat allerdings unser abgebrochener Maibaum gesorgt. Gott sei Dank ist niemandem etwas passiert. Und wenn er jetzt auch um ein paar Meter kürzer als geplant ist, war es eine gelungene Veranstaltung mit vielen Besuchern.« Ausdrücklich lobte Maier die Stadt Traunstein, die einen Hektoliter Bier für die Auslöseverhandlungen gestiftet habe.

Schriftführer Vinzenz Jobst gab einen Überblick über die Vereinsaktivitäten in diesem Jahr. Neben einer Maiandacht in Kammer beteiligten sich die Mitglieder unter anderem an der 72. Gautrachtenwallfahrt nach Maria Eck, der Gauversammlung und dem Gautrachtenfest in Bad Endorf, dem Gedächtnisgottesdienst der Kriegervereine auf der Kampenwand und an der Dorfmeisterschaft im Stockschießen. Außerdem waren sie beim Vier-Vereine-Preisplattln in Siegsdorf und dem Gaujugendpreisplattln in Saaldorf am Start und veranstalteten ein Vereinspreisplattln mit 43  Teilnehmern. 324 Mitglieder gehören dem Verein an, wovon 18 als Ehrenmitglieder geführt sind.

54 Nachwuchstrachtler und ihre Eltern beteiligten sich an einem Tagesausflug in den Münchner Tierpark. »Es war ein superschöner Tag und wir haben viel gelacht«, freute sich Jugendleiter Georg Jobst. Die insgesamt 24 Kinder und Jugendlichen hatten 28 Proben und 16 Auftritte. Weiter informierte er, dass die Rettenbacher heuer das 25. Vier-Vereine-Jugendpreisplattln ausrichten durften und sich dem Nachwuchs aus Eisenärzt und Vachendorf im friedlichen Wettstreit stellten.

»Das Murreifest hat heuer super funktioniert, vielleicht auch, weil es ausnahmsweise mal nicht geregnet hat«, informierte Vorplattler Sebastian Gartner. Weiter gab er bekannt, »dass wir derzeit 20 Aktive haben und drei bis vier Paare aus der Jugend nachrücken«. Erst kürzlich waren sie auf einem Ausflug in Linz und »haben dabeiein paar schöne Stunden verbracht«, so Sebastian Gartner mit einem Augenzwinkern.

Theaterleiterin Irmi Gartner freute sich, dass sich die 23 Proben zur »Rembocha Gleisgeisterei« ausgezahlt hatten und viele Zuschauer zu den sieben Aufführungen kamen. Zudem waren sie zu einem Gegenbesuch der Theaterfreunde Benningen bei Memmingen.

Röcklfrauenvertreterin Hildegard Jobst informierte darüber, dass das Weiber- und Dirndlkranzl nun mit dem Frauenfasching verschmolzen ist und am 4. Februar in einer gemeinsamen Faschingsrunde beim Jobst gefeiert wird. Neben zahlreichen Veranstaltungsbesuchen und »Back- und Bedienhilfeleistungen« für den Verein unternahmen die Röcklfrauen aus Rettenbach zusammen mit den Frauen aus Vachendorf einen gemeinsamen Ausflug nach Kärnten.

Traunsteins dritter Bürgermeister Sepp Kaiser lobte die Rettenbacher für deren kulturellen Einsatz und die Vermittlung von Werten in der Stadt. Er ließ es sich aber nicht nehmen, die Finger in die Rettenbacher Maibaumwunde zu legen. Er meinte, »es geht ja auch nicht, dass der Rembocher Baum höher ist, als der auf dem Traunsteiner Stadtplatz« – und erntete damit Applaus sowie zahlreiche Lacher von den Versammlungsbesuchern.

Zum Abschluss des Abends gab Franz Maier unter anderem bekannt, dass die Adventsfeier mit Gipfelversteigerung am 10. Dezember im Gasthaus Jobst stattfindet.

hob

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