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Urteil im Traunreuter Kneipen-Doppelmord: Lebenslänglich und Psychiatrie

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Der wegen zweifachen Mordes 63-jährige Angeklagte (2.v.r.) sitzt vor Prozessbeginn mit einem Dolmetscher (r) und seinen Anwälten Michael Vogel (2.v.l.) und Walter Appel (3.v.l.) im Landgericht Traunstein. Foto: Sven Hoppe/dpa

Traunstein – Im Prozess gegen den 63-jährigen Traunreuter, der in der Traunreuter Kneipe "Hex Hex" das Feuer auf vier Menschen eröffnet hat und damit zwei Menschen tötete, sprach das Landgericht Traunstein am Montag sein Urteil.


Das Gericht unter Vorsitzendem Richter Erichs Fuchs verurteilte den Traunreuter zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und Unterbringung in der Psychiatrie. Dies hatten zuvor bereits Staatsanwaltschaft und Nebenklage gefordert.

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Das Motiv des Mannes bleibt unklar. Er hatte sich auf Gedächtnislücken berufen und ausgesagt, sein Kopf habe nicht funktioniert. Er ist in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung des Inn-Salzach-Klinikums untergebracht.

Dem Urteil zufolge hatte der Mann am Abend des 16. September 2017 mit einem Gewehr das "Hex-Hex" betreten und um sich gefeuert. Zwei 31 Jahre alte Männer starben. Die damals 50 Jahre alte Wirtin und deren Bekannte (28) überlebten schwer verletzt.

In seiner Wohnung unweit der Kneipe war kurz nach der Tat das Gewehr samt Munition sichergestellt worden. Der Mann war 1996 aus Kasachstan nach Deutschland gekommen und arbeitete als Lastwagenfahrer sowie am Bau.

red/dpa

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