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„Unzufrieden mit Leistungen“ in Bordell – Türke nach Messerattacke vor dem Landgericht Traunstein

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Traunstein: Messerattacke in Rosenheimer Bordell: Prozess am Landgericht um versuchten Mord
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Seit Dienstag steht ein 57-jähriger Türke vor dem Landgericht Traunstein, der bei einer Messerstecherei in einem Bordell in Rosenheim einen Mitarbeiter verletzt haben soll. (Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Traunstein – Nach einer Messerstecherei in einem Rosenheimer Bordell steht seit Dienstag ein 57-Jähriger vor dem Landgericht Traunstein. Der Mann soll im März mit einem Messer auf einen Freund des Etablissements-Betreibers losgegangen sein. Der Grund: Eine Prostituierte habe die Wünsche des Mannes nicht in seinem Sinne erfüllt.

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Der Mann hatte laut Anklage 50 Euro für bestimmte Praktiken vereinbart, die Frau dann aber darüber hinaus auch im Gesicht, an den Haaren, an Rücken und Nacken angefasst. Die Prostituierte brach deshalb ab; der Kunde wurde des Hauses verwiesen. Laut Angaben der Polizei im März, war der Mann „unzufrieden mit den Leistungen“. Daraufhin soll er gedroht haben, alle umzubringen. Den Ermittlungen zufolge lief er nach Hause und kehrte wenig später mit zwei Küchenmessern zurück.

Sein Sohn versuchte noch, ihn aufzuhalten – allerdings vergeblich. Der 57-jährige Türke soll auf den 46 Jahre alten Freund des Bordell-Chefs eingestochen und ihn über dem linken Auge im Gesicht sowie an der Schulter getroffen haben. Das Opfer und ein Kollege konnten den Täter schließlich überwältigen und festhalten, bis die Polizei eintraf. Seither sitzt der Mann in Untersuchungshaft.

Das Motiv für die Tat stehe auf tiefster Stufe, argumentierte die Staatsanwaltschaft bei der Verlesung der Anklageschrift. Der Mann habe erkannt, dass seine Stiche lebensgefährliche oder gar tödliche Verletzungen zur Folge haben könnten. Obwohl der Verletzte nach ambulanter Versorgung seiner Wunden aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte, lautet die Anklage deshalb auf versuchten Mord. Der Prozess soll am 24. September fortgesetzt werden. Dann könnte auch schon das Urteil fallen.

red/dpa/lby