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Unglaublich, aber wahr: 33 Schüler mit der Note 1,0

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Zusammen mit der stellvertretenden Kreiskämmerin Michaela Gois (rechts), die Landrat Siegfried Walch vertrat, übergab Schulleiter Andreas Gembala (links) die Staatspreise an 33 Schüler mit der Traumnote 1,0. (Foto: Buthke)

Traunstein – Bei der Abschlussfeier der Staatlichen Berufsschule II Traunstein bekamen insgesamt 385 angehende Bankkaufleute, Fachlageristen und Fachkräfte für Lagerlogistik, Groß- und Außenhandelskaufleute, Industriekaufleute, Kaufleute für Büromanagement, Verkäufer/Kaufleute im Einzelhandel, Medizinische Fachangestellte, Pharmazeutisch kaufmännische Angestellte und Zahnmedizinische Fachangestellte ihre Abschlusszeugnisse.


»Es ist unglaublich: 94 Schüler dürfen wir mit einem Notendurchschnitt bis 1,5 mit einem Staatspreis auszeichnen, wobei 33 Absolventen einen Notendurchschnitt von 1,0 im Abschlusszeugnis erreicht haben«, freute sich Schulleiter Andreas Gembala über das Spitzenergebnis.

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Ihre Leistungsbereitschaft und ihr Einsatz hätten sich gelohnt, so seine Einschätzung. Sie alle hätten durchgehalten und ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. »Sie haben viel gelernt, viel gearbeitet und die Prüfungszeit sportlich gemeistert«, lobte der Oberstudiendirektor. Es sei und bleibe das Ziel der Berufsschule, alle jungen Menschen, die zu ihr kommen, bestmöglich auf ihre persönliche Zukunft vorzubereiten.

Aber auch Eltern, Verwandte und Freunde hätten ihnen stets den Rücken freigehalten, sie auch motiviert und auf vielfältige Weise unterstützt. Die Lehrer hätten sich größte Mühe gegeben, den Schülern alle notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, um sie sicher zu ihren Berufsabschlüssen zu führen. »Und nicht zuletzt haben Ihre Betriebe und Ihre Ausbilder an Sie geglaubt, die Ihnen zusammen mit uns im Rahmen der dualen Ausbildung das Rüstzeug für Ihren Berufsabschluss mitgegeben haben«, so Gembala an die Absolventen gewandt.

Er rief die Abschlussschüler dazu auf, Verantwortung in der Welt zu übernehmen, die Zukunft zu gestalten. Sie hätten aber nur ein Leben mit allen erdenklichen Möglichkeiten. Er riet ihnen, die Zeit weise zu nutzen. Wenn sie ihre Kraft und Energie in unwichtige Dinge steckten, dann hätten sie keine Kraft und keine Zeit mehr für die wichtigen Dinge, die für sie zählten und sie zufrieden machten. »Geben Sie Acht, was für Ihr Leben wichtig ist: Ihr Lebensglück«, meinte er.

»Arbeite und lerne, und du kannst gar nicht verhindern, dass du etwas wirst«, zitierte Oberbürgermeister Christian Kegel den schottischen Essayist und Historiker Thomas Carlyle. Mit ihrem Zeugnis hielten die Absolventen ein Stück Zukunft in der Hand. Der Berufsschulabschluss sei ein toller Erfolg, auf den sie stolz sein könnten. Sie hätten das Fundament für die weitere berufliche Zukunft gelegt.

Anteil an ihrem Erfolg hätten auch ihre Lehrer in der Berufsschule und die Ausbilder in den Betrieben, so der Oberbürgermeister weiter. Sie hätten dafür gesorgt, dass die Theorie, also die Grundlagen, die in der Schule vermittelt werden, auch in der Praxis erfolgreich umgesetzt und angewandt werde. Dass sie nun alle einen erfolgreichen Berufsschulabschluss in der Tasche hätten, daran hätten auch die Eltern einen wichtigen Anteil. Seine guten Wünsche für ihre weitere berufliche und persönliche Zukunft verband er mit dem Rat: »Und denken Sie immer daran: Der eigentliche Zweck des Lernens ist nicht das Wissen, sondern das Handeln.«

Schülersprecherin Ines Drescher dankte allen, angefangen von den Lehrern bis zum Hausmeister sowie den Ausbildern, die ihnen die Schulzeit erträglich gemacht hätten. Jetzt trügen sie in den Betrieben selbst Verantwortung und hätten vielleicht die Ehre, selbst junge Leute auszubilden. Nun könnten sie mit ihrem Schulwissen und Tatendrang durchstarten. Ihnen stehe alles offen. Es gehe erst so richtig los. Egal, in welche Richtung sie sich orientierten, mit der Berufsausbildung hätten sie alles richtig gemacht. Bjr

 

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