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Traunstorf: »Das ist ein Vorzeigeprojekt« – 170 Bewerber für 25 Grundstücke

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Traunstein: Spatenstich in Traunstorf – 170 Bewerber für 25 Grundstücke
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Symbolischer Spatenstich mit Oberbürgermeister Christian Kegel als Baggerfahrer (von links): Ulrich Habl (ausführendes Ingenieurbrüro Stefanutti und Habl), Johannes Bauer (Leitung Tiefbau bei der Firma Swietelsky), Stadtkämmerer Reinhold Dendorfer, Andreas Jurina (Planungsgruppe Straßer und Partner), stellvertretender Bürgermeister Hans Zillner und Bauleiter Georg Abstreiter (Firma Swietelsky). (Foto: Agnes Lamminger/Stadt Traunstein)
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OB Kegel befördert mit dem Bagger eine Kiste mit einer Flasche Sekt zutage, die feierlich geköpft wird. Rechts Bim Bild steht Bauleiter Georg Abstreiter von der Firma Swietelsky. (Foto: Agnes Lamminger/Stadt Traunstein)

Traunstein – Über 170 Bewerbungen sind bei der Stadt Traunstein eingegangen, 25 Grundstücke stehen in Traunstorf im Ansiedelungsmodell zur Verfügung. Am Freitag nun fand der symbolische Spatenstich für die Erschließungsarbeiten statt. »Das ist ein Vorzeigeprojekt, auch wenn es Verzögerungen gab«, betonte Oberbürgermeister Christian Kegel.


Er ging noch einmal kurz auf die Probleme mit dem Oberflächenwasser ein, weshalb Regenrückhaltebecken errichtet worden seien. »Ich bin dankbar für die tollen Planungen, mit denen wir es geschafft haben, alle Schwierigkeiten zu beseitigen«, betonte Kegel.

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Neben den 25 städtische Bauparzellen gibt es in Traunstorf 15 private Baugrundstücke. Die Unterlagen von mehr als 170 Bewerbern für Grundstücke im Ansiedelungsmodell würden aktuell »mit viel Aufwand geprüft«, wie der Oberbürgermeister betonte.

Ein komplexes Punktesystem sorge dafür, dass die Bewerbungen so gerecht wie möglich bewertet würden, »damit am Ende jene Bürger günstiges Bauland erwerben können, die das finanziell auch stemmen können, auf dem freien Markt aber keine Chance haben«, sagte Kegel.

Der ursprüngliche Zeitplan sah vor, dass die Erschließung schon 2018 hätte beginnen sollen. Jedoch ergaben das Bodengutachten und das Gutachten für das wild abfließende Oberflächenwasser, dass die Ableitung eines 100-jährlichen Niederschlagsereignisses schwierig ist. Deshalb wurde ein Regenbecken geschaffen, das die großen Wassermengen bei Bedarf aufnehmen kann. Somit sei keines der umliegenden Grundstücke schlechter gestellt als bisher »und die Stadt schafft ihren Bürgern neues und sicheres Bauland«, betonte Kegel. Er bedankte sich bei den Grundstückseigentümern, mit denen die Stadt sehr gute Gespräche geführt habe. Zudem betonte er, wie wichtig das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum in Zeiten wie diesen sei.

Bis zum Ende des Jahres sollen die Erschließungsarbeiten in Traunstorf abgeschlossen sein, sodass die neuen Grundstückseigentümer im Winter mit dem Bau ihrer Häuser beginnen können. Wer den Zuschlag für die 25 Bauparzellen bekommt, wird voraussichtlich noch im Frühling feststehen. KR

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