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Die Diensthütte der Bergwacht Traunstein am Unternberg wird demnächst zur Freude der Bereitschaft an das gemeindliche Trink- und Schmutzwassernetz angeschlossen werden.

Traunsteiner Bergwacht ist froh über zahlreiche Nachwuchskräfte

Traunstein – Die Bergwacht Traunstein war im vergangenen Jahr 52-mal bei Rettungsaktionen gefordert, also durchschnittlich einmal pro Woche. Das berichtete Bereitschaftsleiterin Claudia Bork bei der Jahreshauptversammlung. »Neben einigen Alarmierungen des Kriseninterventionsteams und zwei Vermisstensuchen waren es vor allem Einsätze mit dem Technikbus und dem Tankanhänger, die ein Ausrücken erforderlich machten«, so Bork. Beide Fahrzeuge seien mittlerweile aus dem alpinen Rettungsgeschehen in der Region nicht mehr wegzudenken. Der Technikbus unterstützte als mobile High-Tech-Einsatzzentrale wieder zahlreiche schwierige Einsätze im Chiemgau. Der Tankanhänger leistete bei diversen Luftrettungsaktionen in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land mit Helikopterbetankungen seinen Beitrag zur schnellen Bergung aus alpinem Gelände. 


Nach längerer coronabedingter Pause konnte im vergangenen Herbst endlich wieder die traditionelle Bergmesse am Unternberg gefeiert werden. Und trotz Pandemie kam auch die Ausbildung nicht zu kurz. Über das Jahr hinweg fanden 15 Mannschafts- und 13 Anwärterausbildungen statt.

Höhepunkte waren dabei eine Ausbildungsfahrt zum Valparolapass, eine Eiskletterausbildung am Unternberg und eine Fahrt mit den Anwärtern ins Endstal. Bork bedankte sich bei den zwölf Ausbilderinnen und Ausbildern für ihren Einsatz und bekräftigte, wie wichtig der Nachwuchs für die Bereitschaft sei: »Wir sind froh, gegenwärtig zehn Anwärterinnen und Anwärter ausbilden zu dürfen und hoffen sehr, dass sie nach erfolgreichem Ablegen der Sichtungen und Prüfungen bald den Kreis unserer aktiven Einsatzkräfte erweitern können. Über weitere Interessierte würden wir uns stets freuen.«

Ausbildungsleiter Andreas Schwendinger berichtete vom Ausbildungsstand der Anwärterschaft und bedankte sich beim Nachwuchs für den Ausbildungseifer hinsichtlich der Sommer-, Winter-, Luftrettungs- und Notfallmedizinprüfungen. Laut Bergwachtarzt Markus Langer haben sich während der Pandemie die coronakonformen Kleingruppen-Ausbildungen im Schichtbetrieb bestens bewährt. Medizinisch sei die Bereitschaft gut aufgestellt, Anschaffungen seien derzeit keine nötig.

Alex Beaury informierte als Verantwortlicher für den Technikbus über die Neuanschaffung einer Drohne, welche deutlich größer als das alte Modell sei und sich bereits in sieben Einsätzen bewährt habe.

Fahrzeug- und Gerätewart Sebastian Herbst stellte die Ergebnisse der Prüfung der persönlichen Schutzausrüstung vor, die er mittlerweile in einer Datenbank für die gesamte Bereitschaft erfasst habe: »Von insgesamt 525 Artikeln waren nur bei zehn Artikeln Mängel festzustellen, weitere zehn haben die Lebensdauer überschritten.« Neu seien angeschafft worden ein Halbstatikseilsatz mit Flaschenzug, ein Luftrettungssack, Rucksäcke und Geräte zur Baumrettung. Sebastian Herbst dankte auch seinem Vorgänger Herbert Buchner für die hervorragende Arbeit und Übergabe sowie die weitere Mitbetreuung des Bergwacht-Busses.

Bernhard Kantschuster zeigte sich als Hüttenwart erfreut über den bevorstehenden Anschluss der Diensthütte am Unternberg an das Wasser- und Stromnetz. Darüber hinaus sei er froh, dass sich mit Sebastian Klais ein geeigneter Nachfolger für das Amt des Hüttenwarts gefunden habe.

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