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Traunstein: Großes Angebot und hohe Qualität beim Fohlenmarkt

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Traunstein
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Das Fohlen von Kaltblutstute Paula (hinten) erzielte den Höchstpreis beim Fohlenmarkt in Traunstein. (Foto: M. Peter)

Traunstein – »Am Anfang kamen die Gebote zäh, doch dann pegelten sich die Preise ein«, sagte Florian Schelle, der Vorsitzende des Pferdezuchtverbands Oberbayern, mit einem zufriedenen Ausdruck beim Fohlenmarkt in Traunstein. Und so erfüllte sich auch seine Hoffnung, die er bei seiner Begrüßung zum Ausdruck brachte, dass unter den zahlreichen Besuchern in der Chiemgauhalle viele Interessenten mit dabei seien.


Das beste Stutfohlen brachte einen Erlös von 2550 Euro und wurde vom Züchter Alois Schützinger aus Siegsdorf angeboten. Das begehrteste Hengstfohlen kam von Züchter Johann Zoff aus Surberg und brachte einen Preis 1550 Euro.

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Insgesamt wurden 41 Fohlen der Rasse Süddeutsches Kaltblut gezeigt. Halflinger-Züchter fanden dieses Jahr den Weg zum Traunsteiner Markt nicht, da sie bereits die verschiedenen vorherigen Märkte nutzten, um ihre Fohlen verkaufen zu können. Der Vorsitzende der Kaltblutpferdezuchtgenossenschaft Traunstein, Herbert Bischof, meinte, dass es wohl noch nie so ein reichhaltiges Angebot an Kaltblutfohlen am Traunsteiner Markt gegeben habe. Trotz der Vielzahl der Fohlen sei deren Qualität hoch und er hoffe, dass sich die gute Qualität auch in den Preisen niederschlagen werde. Bereits vor der Versteigerung wurden die Fohlen im Ring auf dem Vorplatz der Chiemgauhalle gezeigt. Schon hier war der Besucherandrang sehr gut, was wiederum dazu führte, dass anschließend die Ränge in der Versteigerungshall ebenso gut gefüllt waren.

Bei der Präsentation wurden von der Kommission bereits Rosetten an die Fohlen, die den züchterischen Idealen am besten entsprechen, vergeben und so eine kleine Auswahl der schönsten Fohlen getroffen. Ein schöner und langer Sommer gehe zu Ende und jeder kenne die aktuelle Futterdiskussion in der Landwirtschaft, dass das Futter eventuell wegen die Hitze knapp sein könnte, meinte Verbandsvorsitzender Schelle. Doch sollten die Interessenten daran denken, bevor die Fohlen wirklich entsprechend Futter benötigten, sei schon wieder Frühjahr und es würde wieder genügend Gras auf den Wiesen stehen.

Zur Fohlenauktion kommen stets nicht nur Züchter und potenzielle Käufer, sondern auch sehr viele Zuschauer. Der Versteigerer und seine Helferinnen brauchten bei der Größe der Halle schon ein sehr geschultes Auge, um die Bieter aus der Menge der Menschen zu erkennen. Leicht war es, wenn der Käufer die Hand mit dem Katalog hob. Aber manche zeigten den Kaufwillen nur mit einem Kopfnicken oder leichten Handheben an. Auch ein Telefonbieter war dabei und sein Helfer vor Ort in den Halle gab die Gebote mit Handzeichen und Telefon am Ohr ab. MP