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Traunstein: Bergwacht mit über 50 Einsätzen und 26.000 Stunden Bereitschaftsdienst

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Zahlreiche verdiente Mitglieder der Bergwacht Traunstein wurden für ihr langjähriges Engagement geehrt (von links): Hans Jobst (50 Jahre), Michael Obermeier (25 Jahre), Bruno Kallsperger (50 Jahre), Franz Mittermaier (40 Jahre), Anton Angerer (50 Jahre) und Hans Weber (40 Jahre). Bereitschaftsleiterin Claudia Bork gratulierte.

Traunstein – Bereitschaftsleiterin Claudia Bork dankte ihren aktuell 50 Bergwachtmännern und sechs Bergwachtfrauen für die geleistete Arbeit, das Engagement und den Ausbildungseifer. Mit 57 Einsätzen habe die Traunsteiner Bergwacht im vergangenen Jahr alle Hände voll zu tun gehabt und dabei ihre Verlässlichkeit und ihr Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt.


Um die Einsätze und den Bereitschaftsdienst auch in Zukunft bewältigen zu können, sei es wichtig, dass auch fortlaufend junge Kräfte nachkämen. Man sei daher froh über die aktuell drei Anwärter und freue sich über jeden neuen Interessenten.

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Neben 41 Pisteneinsätzen im Skigebiet Winklmoosalm schlugen im vergangenen Jahr vor allem elf Einsätze des immer häufiger angeforderten, bei der Bergwacht Traunstein stationierten Technikbusses der Region Chiemgau zu Buche. Als mobile High-Tech-Einsatzzentrale mit Internetanbindung, Registratur- und Dokumentationssoftware, Teleskop und Flugdrohne mit Wärmebildkamera leiste dieser laut Technikbus-Beauftragtem Alex Beaury vor allem bei komplexeren Groß- und Sucheinsätzen wertvolle Dienste.

Darüber hinaus verwies Bork auf den ebenfalls der Bergwacht Traunstein unterstellten Tankanhänger, mit dessen Hilfe auch im vergangenen Jahr wieder Rettungshubschrauber mehrfach am Einsatzort mobil mit Kerosin betankt wurden. Das zeitraubende Abdrehen von Hubschraubern zum Tanken während des Einsatzes gehört damit mittlerweile weitgehend der Vergangenheit an.

Hervorzuheben seien laut Bork auch die vielen von der Bergwacht Traunstein begleiteten und betreuten Veranstaltungen wie etwa der Blaulichttag in Traunstein, der Jugendfeuerwehrtag in Siegsdorf, die Festlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des BRK-Zentrums Traunstein und der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding.

Stolz könne man außerdem auf das große Engagement der Traunsteiner Bergwacht für den Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht sein, in dessen Rahmen Unfallopfern und Angehörigen in akuten Krisensituationen wie Totenbergung psychisch Beistand geleistet wird. Stellvertretend für das KID-Team berichtete Rainer Schuhegger, dass er und seine Kollegen allein im Jahr 2017 30-mal angefordert worden seien und circa 650 Stunden an der KID-Hotline verbracht hätten.

Schließlich sei die Bergwacht Traunstein laut Bork in der Region Chiemgau in zahlreichen Gremien wie dem Ressort Finanzen, dem Ressort Recht und Personal, der Koordinierungsgruppe Einsatzleitung, dem Lehrteam Sommer und dem Lehrteam Winter vertreten und habe mit Dr. Wolfgang Schaffert einen international renommierten Alpinmediziner in ihren Reihen.

Dass die Bergwacht Traunstein medizinisch gut aufgestellt ist, bestätigte auch der Traunsteiner Bergwacht-Arzt Dr. Markus Langer, der die gute medizinische Ausstattung hervorhob und an der bewährten Ausbildungspraxis festhalten will: Der Einsatzfall solle auch weiterhin mit Hilfe der Simulation realistischer Fallbeispiele trainiert werden.

Ausbildungsleiter Andreas Schwendinger lobte die rege Teilnahme an den zurückliegenden 16 Sommer- und Winterausbildungen. Im Schnitt nahmen an den Übungen 20 Mitglieder teil. Für 2018 kündigte er einen vielseitigen, praxisorientierten Ausbildungsplan an.

Kassier Michael Obermeier berichtete von einer ausgeglichenen Kasse und wurde von den Kassenprüfern entlastet. Bereitschaftsleiterin Bork verwies in diesem Zusammenhang auf die Förderer und Spender, denen man einen beträchtlichen Teil der Einnahmen verdanke. Da man auf deren finanzielle Hilfe dringend angewiesen sei, hoffe man sehr, dass die Zahl der Unterstützer weiter steige.

Ehrungen rundeten die Versammlung ab. So gehören Hans Jobst, Bruno Kallsperger und Anton Angerer seit 50 Jahren der Traunsteiner Bergwachtbereitschaft an, Franz Mittermaier und Hans Weber seit 40 Jahren und Michael Obermeier seit 25 Jahren. fb