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Tierschutz-Ring Traunstein: Katzenschutzverordnung dringend notwendig

Traunstein – Bei der Jahreshauptversammlung des Tierschutz-Rings Traunstein informierte Vorsitzende Petra Mayer über die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. 


Im vergangenen Jahr betreuten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins mehr als 160 Tiere. Aus dem Vorjahr wurden 37 Schützlinge übernommen, hinzugekommen sind im Laufe des Jahres 121 Tiere. Vermittelt wurden hiervon 116 (8 Hunde, 93 Katzen, 15 Nager).

2021 gingen beim Verein 152 Vermisstenmeldungen, 39 Fundmeldungen sowie 41 Hinweise auf schlechte Tierhaltung ein. Allen Hinweisen gingen die Mitarbeiter des Vereins in ihrer Freizeit nach und versuchten, das Leid der Tiere zu beenden, so Mayer.

Der Tierschutz-Ring bezahlte oder bezuschusste 73 Kastrationen, davon 36 Kater, 29 Katzen und 8 Nager. Mayer lobte die ehrenamtlichen Helfer für ihren unermüdlichen Eifer zu jeder Tages- und Nachtzeit. Es gab unzählige Einsätze, um vor allem das immer schlimmer werdende Katzenelend abzumildern. Ohne Katzenschutzverordnung würden die Vereine im Landkreis es aber auch künftig gemeinsam nicht mehr schaffen, das Leid der Tiere zu lindern. Die finanziellen Mittel seien ungenügend und die Vereine würden bei der Problematik von der Politik nicht unterstützt. Die Last, für die unzählbaren als herrenlos geltenden Katzen etwas zu verbessern, liege weiter allein auf den Schultern der Vereine.

Die Helfer scheuten keine Mühen, um zum Beispiel Flaschenkinder, die oft nur ein paar Tage alt sind und alle paar Stunden versorgt werden müssen, aufzupäppeln. Hinzu kommen die vielen Anrufer, die sich oft an Feiertagen oder spät abends an die Mitarbeiter wenden. Die Erledigung dieser Anliegen erlaube oft keinen Aufschub. All das wäre ohne die Helfer nicht machbar.

Mayer machte darauf aufmerksam, dass der immer arbeitsintensiveren Tierschutzarbeit nur ein kleiner aktiver Helferkreis zur Verfügung stehe. Darum würden händeringend mehr Helfer gesucht, die bei sich Pflegetiere vorübergehend unter Erstattung sämtlicher Kosten aufnehmen. Auch würden Helfer gesucht, die Fahrten zum Tierarzt übernehmen, Fundtiere abholen oder bei Kastrationsaktionen helfen.

Kassenwart Klaus Schmölz berichtete von Ausgaben in Höhe von mehr als 127.000 Euro im vergangenen Jahr. Ein Drittel davon waren allein Tierarztkosten. Es würden immer mehr Tiere abgegeben, die von ihren Haltern nicht tierärztlich versorgt wurden oder verletzte Tiere, deren Halter nicht bereit sind, die Tierarztkosten zu zahlen. Den Ausgaben standen Einnahmen von knapp 80.000 Euro gegenüber. Als Rettung vor einem riesigen Minus hätten sich hier die aktiven Helfer erwiesen, die bereit waren, auf die Erstattung ihrer Unkosten für die Tierschutzarbeit zu verzichten und diesen Betrag als Aufwandsspenden zur Verfügung gestellt haben.

Im Anschluss berichtete die zweite Vorsitzende Annette Hofmann noch über besondere Erlebnisse im Jahr 2021. Beendet wurde der offizielle Teil der Versammlung mit Geschichten von Wolfgang Stephl über seine Wildtierpflegestelle.

Der Tierschutz-Ring-Traunstein ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Spenden können von der Steuer abgesetzt werden. Spendenkonto: Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost, IBAN DE04 7109 0000 0000 8265 02.

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