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Tag der offenen Tür im Tierheim künftig ohne Flohmarkt

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Treue Mitglieder wurden bei der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins geehrt. Unser Bild zeigt (von links) den Vorsitzenden Peter Hierstetter, Helga Steiner (Ehrenmitglied), Margarete Wendt (40 Jahre), Rosmarie Hinterberger (25), Christine Löw (25) und die zweite Vorsitzende Lydia Wembacher. (Foto: Peter)

Traunstein – Das erste Jahr als Vorsitzender sei nicht immer einfach und trotzdem zugleich ein großes Lernfeld gewesen, sagte Peter Hierstetter, der nun seit rund einem Jahr dem Tierschutzverein Traunstein vorsteht. Der Tag der offenen Tür wurde letztes Jahr erstmals mit neuem Konzept ohne Flohmarkt ausgerichtet.


Dazu meinte Hierstetter, dass die Atmosphäre sehr entspannt gewesen sei und die Veranstaltung zu einem Familientag wurde. Für ihre 33-jährige Tätigkeit in den verschiedenen Ämtern der Vorstandschaft im Verein erhielt Helga Steiner die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Sie schied letztes Jahr aus der Vorstandschaft aus.

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Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Ursula Lutzenberger-Sporer, Margot Straßer und Margarete Wendt, für 25 Jahre Karin Craubner, Annemarie Edl, Dieter Elsäßer, Martina Elsäßer, Elke Hänke, Wolfgang Helldobler, Rosmarie Hinterberger, Werner Hinz, Heike Huber, August Iffert, Beate Imdahl, Carola Kantschuster, Claudia Kowatsch, Christine Löw, Anna Menhard, Mechthild Moser-Weiß, Gisela Müllhofer, Roswita Mußner, Dieter Pape, Horst Reissig, Ruth Roessner, Andrea Roth, Käthe Schmeier, Ulrich Schneider, Eva Schwaiger, Christine Strasser, Berta Strauch, Maria Luise Süß, Johann Tischler, Harry Unger, Achim Walczyk, Luise Walczyk, Elena Wörner und Renate-Maria Ziegler.

Der Tag der offenen Tür im vergangenen Jahr ist mit neuem Konzept veranstaltet worden. Auf den altgewohnten Flohmarkt wurde verzichtet, da sowohl der Umfang als auch die Qualität der Ware immer geringer wurde und die Flohmarkt-Besucher in erster Linie den Markt besuchten und weniger das Tierheim, so Hierstetter. Die neue Vorstandschaft habe aus den Erfahrungen ihre Lehren gezogen und werde einiges ändern. Das Gesamtkonzept hin zu einem Familientag solle jedoch beibehalten werden, so der Vorsitzende.

Wie der Vorsitzende ausführte, konnten trotz Räumeinsätzen Schäden am Hundehaus durch die starken Schneefälle im Januar nicht vermieden werden. Hier liefen bereits die Reparaturarbeiten. Die Quarantäne- und Krankenstation sei bereits in die Jahre gekommen. Durch den weichen Untergrund habe sich dort das Fundament gesetzt und in der Folge seien Risse im Mauerwerk entstanden. Es gebe nun einen Entwurf für einen Neubau. Laut Hierstetter würden bereits Gespräche mit Vertretern der Behörden geführt, damit im Vorfeld bei den Planungen schon entsprechend auf die Anforderungen eingegangen werden kann.

In diesen Tagen gebe es ein Bürgermeistergespräch, sagte Hierstetter. Er wolle versuchen, dass die Kostenpauschale der Gemeinden von 50 Cent auf einen Euro pro Einwohner im Jahr erhöht werde. Das Tierheim habe die Aufgabe übernommen, Fundtiere aufzunehmen und entlaste so die Kommunen.

Wie aus dem Kassenbericht von Kassier Reinhard Fick zu erfahren war, könne die Unterdeckung der laufenden Kosten für das Tierheim nur aus den Rücklagen von Vermächtnissen ausgeglichen werden. Er fügte jedoch unmittelbar an, dass dies keine Ausnahme sei und der Verein durch Rücklagen eine solide Basis habe. Die Stadt Traunstein wurde von Stadträtin Christa Fuchs vertreten. Sie zeigte sich von den vielfältigen Aufgaben beeindruckt.

Zum 1. September wird es eine neue Auszubildende zur Tierpflegerin im Tierheim geben, sagte Leiterin Anna Obermeier. Im letzten Jahr wurden 241 Tiere vermittelt. Den Bericht über die »Katzenobhut Baumburg« gab Marion Krause. Die Katzenobhut besteht seit fast 40 Jahren und die Helfer betreuen dort bis zu 20 Katzen. Zu ihren Aufgaben gehört jedoch auch, verwilderte Katzen einzufangen und sterilisieren zu lassen. Der Erfolg dieser Fangaktionen zeige sich darin, dass die Zahl der verwahrlosten Katzen, die in die Obhut kämen, langsam rückläufig sei. Letztes Jahr seien über 80 Katzen vermittelt worden.

In der Jugendgruppe des Tierschutzvereins, die von Anna Obermeier und Daniel Zmudzinski geleitet wird, solle den Kindern ein Bewusstsein im Umgang mit den Tieren in Heim, Stall und Natur vermittelt werden, wie Zmudzinski in seinem Bericht ausführte. MP